Gemeinsame Pressemitteilung

Lehrerverband und DJH appellieren an Entscheidungstr√§ger: Rettungsschirm f√ľr Jugendherbergen dringend notwendig!

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) und der Deutsche Lehrerverband (DL) fordern gemeinsam, dass das einzigartige Netz der Jugendherbergen in Deutschland schnell politisch und vor allem finanziell unterst√ľtzt wird, damit es √ľber die Corona-Krise hinaus erhalten bleibt.

Detmold. Die rund 450 Jugendherbergen in Deutschland leiden massiv an den Folgen der Corona-Krise. Nach der explosionsartigen Ausbreitung des Virus hatten die zust√§ndigen Gesundheitsbeh√∂rden Mitte M√§rz die sofortige Schlie√üung aller Jugendherbergen verf√ľgt, um G√§ste und Mitarbeiter zu sch√ľtzen. Eine Stornierung fast aller bestehenden Buchungen, der maximale R√ľckgang von Neubuchungen und damit der Verlust der M√∂glichkeit der Erwirtschaftung von Umsatz einerseits sowie laufenden Kosten und Verpflichtungen andererseits haben alle 14 regionalen Landesverb√§nde des DJH in massive wirtschaftliche Notlagen gebracht. Gleichzeitig untersagten die Bundesl√§nder fl√§chendeckend den Schulen die Durchf√ľhrung von Klassenfahrten, und das teilweise sogar bis zum Jahresende 2020. Bisher aufgelegte Schutzschirme, Sonderkredite bzw. Liquidit√§tshilfen oder direkte finanzielle Unterst√ľtzungsleistungen des Bundes und der Mehrzahl der L√§nder greifen f√ľr die Jugendherbergen nicht, weil sie in ihrem Status als gemeinn√ľtzige Bildungs- und Beherbergungsbetriebe in vielen entsprechenden Programmen nicht ber√ľcksichtigt werden.

Der Deutsche Lehrerverband, der als Dachverband seiner Bundesverb√§nde DPhV, VDR, BvLB und KEG mehr als 165.000 Lehrkr√§fte vertritt, weist darauf hin, wie wichtig die Arbeit der Jugendherbergen f√ľr den Bildungsbereich ist. Sie sind seit √ľber einem Jahrhundert bew√§hrte Partner der Schulen und Verb√§nde bei der Durchf√ľhrung von Klassenfahrten und Gruppenreisen. Dabei stellen die Jugendherbergen nicht nur Kost und Quartier, sondern bieten hochwertige Bildungsprogramme durch das Angebot von p√§dagogisch ausgearbeiteten Materialien, Workshops und Methoden der Erlebnisp√§dagogik. Sie vermitteln Projektbesuche und Ausflugsangebote. Thematische Schwerpunkte sind h√§ufig Naturschutzthemen und Orte mit geschichtlicher und kultureller Bedeutung. Die Gruppenreisen bieten Schulklassen nicht nur neue Lerninhalte, sondern auch gruppendynamische Erfahrungen und Entwicklungen. Kurze Reisen im Grundschulbereich erm√∂glichen Kindern, erste l√§ngere Erfahrungen au√üerhalb ihrer Familie zu sammeln.

Der Pr√§sident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, betont: ‚ÄěWenn zahlreiche Jugendherbergen aus wirtschaftlichen Gr√ľnden und wegen mangelnder Unterst√ľtzung der Politik schlie√üen m√ľssten, bedeutet das den Verlust eines wichtigen au√üerschulischen Bildungsorts, auch auf lange Sicht. Das Netz an Jugendherbergen ist in Deutschland √ľber lange Zeit gewachsen – einmal besch√§digt, wird es sich auch nach einer Krise nicht einfach schnell wieder erholen, weshalb die Jugendherbergen jetzt Hilfe ben√∂tigen.‚Äú

Der Pr√§sident des DJH, Prof. Dr. G√ľnther Schneider, erinnert daran, dass neben schulischen Klassenfahrten Jugendherbergen seit jeher Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine kosteng√ľnstige M√∂glichkeit bieten, erste eigenst√§ndige Reiseerfahrungen zu machen. Beispiele sind die beliebten Ferienfreizeiten sowie Sport- und Sprach-Camps in den Sommermonaten. Er betont: ‚ÄěIm Lauf der letzten Jahrzehnte haben Jugendherbergen ihr Angebot auch f√ľr junge Familien und andere Altersgruppen ausgebaut, sodass wir √ľber knapp 2.800 p√§dagogische Angebote verf√ľgen. Diese gro√üe gesellschaftliche Relevanz spiegelt sich auch im `GemeinwohlAtlas 2019¬ī wider, in dem das Deutsche Jugendherbergswerk nach Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Roten Kreuz, Wei√üem Ring und den Johannitern den 6. Platz von insgesamt 137 abgebildeten Organisationen belegt.‚Äú

Der Deutsche Lehrerverband hat daher jetzt gemeinsam mit dem Deutschen Jugendherbergswerk alle B√ľrgermeister, Landr√§te, Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie die Spitzen der Landesministerien, in deren Wirkungsbereich die Jugendherbergen fallen, zu folgendem, zeitnahen Handeln aufgefordert:

  • Setzen Sie sich pers√∂nlich auf allen Ihnen zur Verf√ľgung stehenden politischen, wirtschaftlichen und medialen Handlungsebenen f√ľr eine schnelle und wirksame Verhinderung des Zusammenbruchs des Deutschen Jugendherbergswerks und seiner Landesverb√§nde ein! Denn auch wenn in einigen Bundesl√§ndern mittlerweile L√∂sungsans√§tze vorhanden sind, wird die Hilfe des Bundes dringend ben√∂tigt.
  • Tragen Sie umgehend daf√ľr Sorge, dass die Jugendherbergen in Deutschland fl√§chendeckend durch staatliche Rettungsma√ünahmen in ihrem Fortbestand gesichert werden! Reine KfW-Darlehen reichen dazu nicht aus.
  • Verhindern Sie die die endg√ľltige Schlie√üung von Jugendherbergen, die in den zur√ľckliegenden 111 Jahren erfolgreiche Strukturen wirksamer Bildungsarbeit aufgebaut haben und wertvolle Bildungs- und Begegnungsorte sind!

Bleiben die dringend ben√∂tigten Hilfen auch weiterhin aus, so sind sich beide Verb√§nde einig, steht hinter zuk√ľnftigen Klassenfahrten in deutsche Jugendherbergen als au√üerschulische Lernorte ein mehr als gro√ües Fragezeichen.

Pressekontakt

Deutsches Jugendherbergswerk (DJH)Deutscher Lehrerverband (DL)
Justin BlumHeinz-Peter Meidinger
KommunikationPräsident
Tel.: 05231/7401404Tel.: 030/70094776 (Geschäftsstelle)
justin.blum@jugendherberge.deinfo@lehrerverband.de

W√§hrend die gemeinsame Pressemitteilung gemeinsam mit dem DJH erarbeitet und ver√∂ffentlicht wurde, fordert der Deutsche Lehrerverband auch f√ľr das Netzwerk an Schullandheimen (vgl. www.schullandheim.de) und andere Verb√§nde und Netzwerke in den einzelnen Bundesl√§ndern und auf Bundesebene, die Kinder- und Jugend√ľbernachtungs- und -erholungsst√§tten anbieten, Unterst√ľtzung.

Praxisorientierter Vorschlag f√ľr ‚ÄěPhase 2‚Äú:

Praxisorientierter Vorschlag f√ľr ‚ÄěPhase 2‚Äú (aktualisiert Mai 2020):

Schrittweise R√ľckkehr aller Jahrgangsstufen in den Pr√§senzunterricht unter Beachtung der weiteren Entwicklung der Infektionskurve

PR√ĄSENZUNTERRICHT IM ZWEIWOCHENTAKT

Problemlage:

Bei voraussichtlich noch lange zwingend einzuhaltenden Abstands-regelungen in Unterrichtsr√§umen ben√∂tigt man f√ľr die R√ľckkehr einer kompletten Jahrgangsstufe an die Schulen, so wie es jetzt in den meisten Bundesl√§ndern f√ľr die Nachfolgejahrg√§nge der Abschluss-klassen geplant ist, die doppelte Anzahl von R√§umen und auch Lehrkr√§ften, weil Klassen und Lerngruppen geteilt werden und jeweils eigens beschult werden m√ľssen. Dies ist m√∂glich, solange nur maximal die H√§lfte der Jahrgangsstufen zur√ľckkehrt.

Deshalb haben sich auch die Bundesl√§nder lange gescheut, einen zeit¬≠lichen Fahrplan f√ľr die schrittweise R√ľckkehr der einzelnen Jahrgangs¬≠stufen vorzulegen, wie es die Eltern, Sch√ľler und Lehrkr√§fte eigentlich dringend erwarten,. Zudem besteht die Gefahr, dass es mehrere Klas¬≠senstufen geben wird, die in diesem Schuljahr unter diesen Umst√§nden nicht mehr in den Pr√§senzunterricht zur√ľckkehren werden.

Das aber w√ľrde bedeuten, dass eine gro√üe Anzahl Sch√ľler noch f√ľr Monate ausschlie√ülich auf das ‚ÄěHomeschooling‚Äú verwiesen wird, von dem wir wissen, dass es erstens bei weitem nicht so effektiv wie echter Schulunterricht ist und dass zweitens dadurch rund ein Viertel der Sch√ľler nicht oder kaum erreicht wird. Die Gefahr, dass vor allem sozial benachteiligte und leistungsschwache Kinder und Jugendliche sowie Sch√ľler mit besonderem F√∂rderbedarf abgeh√§ngt werden, w√ľrde bei einer solchen Verfahrensweise stark ansteigen.

Vorschlag von Präsenzunterrichtsphasen im Wochenwechsel mit Arbeitsaufträgen und digitalem Fernunterricht

Angesichts dieser Herausforderungen, Probleme und Belastungen, welchen in Zeiten von Corona alle Mitglieder der Schulfamilie, Sch√ľler, Lehrkr√§fte und Eltern ausgesetzt sind, brauchen wir m√∂glichst unkomplizierte, einfach umzusetzende und f√ľr die meisten Jahrgangsstufen und Schularten geeignete L√∂sungen.

Eine mögliche Lösung lautet: Unterricht im Wochenwechsel bzw. Zweiwochentakt!

Der Unterricht erfolgt in zwei Schichten:

  • in Woche 1 die eine H√§lfte der Klasse oder Lerngruppe
  • in Woche 2 die andere H√§lfte der Klasse oder Lerngruppe

Der Wochenstundenplan wird komplett beibehalten, es gibt keine K√ľrzung von F√§chern, die bisherigen Klassenlehrkr√§fte und Fachlehrer k√∂nnen weiter ihre Sch√ľler betreuen.

In Woche 1 unterrichten die Lehrkr√§fte in den Schulen die Sch√ľler im Pr√§senzunterricht und geben f√ľr die unterrichtsfreie Woche Arbeitsauftr√§ge und Hausaufgaben. Erg√§nzt und intensiviert wird die Betreuung und Beschulung der Sch√ľler in der Woche 2 ohne Pr√§senzunterricht durch Lehrkr√§fte, die einer Risikogruppe angeh√∂ren, und zwar durch digitalen Fernunterricht. Der Pr√§senzunterricht kann damit maximal nur im Umfang der H√§lfte des bisherigen Unterrichtsumfangs stattfinden.¬†

Vorteile dieses Zweiwochenschichtmodells

Dieses Schichtmodell im Zweiwochenrhythmus hat gro√üe Vorteile gegen√ľber der jetzigen Praxis und der bisher von den L√§ndern avisierten vorrangigen R√ľckkehr ganzer Jahrgangsstufen:

  1. Es ist f√ľr die meisten Schulen und Schularten relativ einfach organisatorisch umzusetzen, weil an den bisherigen Stunden- und Raumpl√§nen kaum etwas ge√§ndert werden muss.
  2. Es k√∂nnen damit wieder alle Sch√ľler einer Jahrgangsstufe in die Schulen zur√ľckgeholt werden, was die schwerwiegenden Benachteiligungseffekte des so genannten ‚ÄěHomeschoolings‚Äú in Bezug auf die Kinder, die man damit nicht erreicht, verhindert. Es ergeben sich dadurch auch neue Chancen, diese abgeh√§ngten Sch√ľler im Pr√§senzunterricht wieder verst√§rkt zu f√∂rdern.
  3. Schulr√§ume und Lehrkr√§fte m√ľssten voraussichtlich ausreichen, weil nur die H√§lfte der Sch√ľler jeweils an der Schule anwesend ist.
  4. Die Politik w√§re auf der Grundlage dieses Modells in der Lage, angepasst an die ‚ÄěCorona-Infektionslage‚Äú in Deutschland, einen schrittweisen, nach Klassenstufen gestaffelten Zeitplan f√ľr die R√ľckkehr von Sch√ľlern in den Pr√§senzunterricht vorzulegen, der es allen Sch√ľlern erm√∂glicht, in naher Zukunft in die Schulen zur√ľckzukehren.
  5. F√ľr die Erziehungsberechtigten ergeben sich auch Vorteile: Es wird die gro√üe Chance er√∂ffnet, dass auch die j√ľngeren Kinder noch in diesem Schuljahr in die Schulen zur√ľckkehren k√∂nnen. Au√üerdem erm√∂glicht der Zweiwochenrhythmus grunds√§tzlich besser planbare Betreuungs- und Arbeitszeiten.
  6. Da immer nur maximal die H√§lfte der Sch√ľler sich in der Schule aufh√§lt, erleichtert dies auch die Einhaltung des Abstandsgebots und des Gesundheitsschutzes auf Pausenh√∂fen, in Schulg√§ngen, in Sanit√§rr√§umen, auf Treppen und im Parteiverkehr der Schulverwaltung
  7. Auch die Situation im Bereich der Sch√ľlerbef√∂rderung und der Schulbusse wird sich dadurch deutlich entspannen, weil aufgrund der um 50 Prozent reduzierten t√§glichen Sch√ľlerstr√∂me die Abstandsregeln auch in den Bussen und im √ĖPNV besser eingehalten werden k√∂nnen.
  8. Es gibt keine Notwendigkeit, einzelne Fächer zu streichen und auch Wahlfächer könnten weiter angeboten werden

Alternative Schichtmodelle

Das Modell des w√∂chentlichen Wechsels hat zwar gro√üe Vorteile, da, wo es von den r√§umlichen Gegebenheiten (zu kleine Unterrichtsr√§ume) und vom Personaleinsatz (Anzahl der im Pr√§senzunterricht nicht einsetzbaren Risikopersonen unter Lehrkr√§ften) nicht realisierbar ist, gibt es aber auch andere m√∂gliche Schichtmodelle. Falls eine Drittelung von Lerngruppen notwendig ist, kann man das auch √ľber eine zeitliche Abfolge von 1 Woche Pr√§senzunterricht und 2 Wochen Lernen zuhause auffangen. Auch ein tagesweiser Wechsel ist vorstellbar. Das √∂sterreichische Modell einer tagesweisen Verteilung von Pr√§senztagen und Lernen zuhause von 3:2 bzw. in der Folgewoche von 2:3 ist aber f√ľr die Eltern und Sch√ľler weniger gut planbar. Au√üerdem k√∂nnte es Probleme mit der Schulwegbef√∂rderung geben. Zudem taucht dann sehr schnell die Forderung auf, doch gleich ein 3:3-Modell zu fahren, was verpflichtenden Samstagsunterricht bedeuten w√ľrde. Der dementsprechende Vorsto√ü der Bundesbildungsministerin w√§re jedoch ein schwerwiegender Eingriff in das gesellschaftliche Leben, der unabh√§ngig von der Mehrbelastung von Sch√ľlern, Eltern und Lehrkr√§ften und der nicht gel√∂sten Schulwegbef√∂rderung am Samstag kaum akzeptabel ist.

Noch weniger sinnvoll erscheinen aus Sicht des DL Schichtmodelle, die auf einen Wechsel der geteilten Klassen im Pr√§senzunterricht zwischen Vor- und Nachmittagschichten setzen. Neben der massiven Mehrbelastung von Lehrkr√§ften entstehen damit zus√§tzliche Probleme der Verteilung von Sch√ľlerstr√∂men, da sich in der Mittagszeit fast alle Sch√ľler treffen w√ľrden, die einen, die aus der Schule hinausstr√∂men und diejenigen, die hineinwollen.

Schwierigkeiten, die es noch zu lösen gilt:

Mit dem Modell des Unterrichts im Zweiwochentakt werden nat√ľrlich nicht alle Schwierigkeiten gel√∂st.

Die Effektivit√§t von 100% Pr√§senzunterricht wird voraussichtlich nicht erreicht werden k√∂nnen. Dazu kommt, dass w√§hrend der Schulschlie√üungswochen auch betr√§chtliche Teile des Lehrplans nicht vermittelt werden konnten. Unabh√§ngig vom Schichtmodell bleibt es mittelfristig eine riesige Aufgabe, durch Wiederholungsphasen, Nachhol- und F√∂rderkurse sowie vor√ľbergehende Verdichtung von Lehrpl√§nen zu verhindern, dass dauerhaft Lehrplanziele und Bildungsstandards f√ľr ganze Sch√ľlerjahrg√§nge verfehlt werden.

Auch ist klar, dass dieses Konzept nicht f√ľr alle Sch√ľler und Schularten gleich gut geeignet ist. Beispielsweise ist der Schulbetrieb an Berufsschulen h√§ufig anders organisiert als in festen Schulwochen. Auch f√ľr Kinder mit F√∂rderbedarf w√§ren vielleicht umfangreichere Pr√§senzzeiten an der Schule w√ľnschenswert. Hier muss man noch weitere passgenaue L√∂sungen erarbeiten. Das vorgestellte Modell soll in der notwendigen Flexibilit√§t an die Gegebenheiten vor Ort (Anzahl und Altersgruppen der Lehrkr√§fte, r√§umliche Ausstattung, Anzahl der Sch√ľler/innen) angepasst werden.

Auswirkungen auf Lehrkräfte

Verhindert werden muss, dass die Lehrkr√§fte, die im Schichtmodell wegen der Klassenteilungen trotz halbierten Unterrichts wieder ein volles Unterrichtsdeputat haben werden, durch zus√§tzliche Homeschoolingaufgaben √ľberlastet werden. Deshalb geht der DL davon aus, dass in der ‚ÄěFernunterrichtswoche‚Äú ¬†gesonderte Betreuung durch die Lehrkr√§fte aus den Risikogruppen in Absprache mit den Pr√§senzlehrkr√§ften erfolgt.

Nicht ausgeblendet werden soll, dass ein solches Schichtmodell auch f√ľr Lehrkr√§fte und auch die Sch√ľler zus√§tzliche Vorz√ľge bieten kann:

  • Der Pr√§senzunterricht erfolgt in deutlich kleineren Lerngruppen, was es erm√∂glicht, besser individuell zu f√∂rdern und mehr Zeit f√ľr den einzelnen Sch√ľler aufzuwenden.
  • Der Aufwand f√ľr Unterrichtsvorbereitung reduziert sich, weil jede vorbereitete Stunde zweimal gehalten werden muss.
  • Die Halbierung des Pr√§senzunterrichts wird auch eine vor√ľbergehende Verringerung der erforderlichen Leistungserhebungen erforderlich machen.

Berlin im Mai 2020

Heinz-Peter Meidinger

Unterricht im Zweiwochentakt – PDF als Download (aktualisiert Mai 2020)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angesichts der Schulschließungen aufgrund des Corona-Virus

Nach den Worten des DL-Pr√§sidenten Heinz-Peter Meidinger bedeuten die verf√ľgten Schulschlie√üungen in den n√§chsten Wochen eine riesige Herausforderung f√ľr Schulen, aber insbesondere auch f√ľr die Eltern.

Er betonte: ‚ÄěEinerseits sind die Lehrkr√§fte gefordert, alle M√∂glichkeiten zu nutzen, um die Kommunikation und die Stoffvermittlung mit Sch√ľlern so gut wie m√∂glich aufrechtzuerhalten, andererseits stehen Eltern vor der Aufgabe, eine sinnvolle Betreuung und einen geregelten Tagesablauf f√ľr ihre Kinder zu gew√§hrleisten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, drohende Nachteile f√ľr die weitere schulische Laufbahn zu vermeiden und auszuschlie√üen!‚Äú

Insgesamt rät der Deutsche Lehrerverband allen Eltern, folgende Grundsätze besonders zu beachten.

  1. Einigen Sie sich in der Familie mit Ihren Kindern auf einen geplanten, strukturierten Tagesablauf, in den auch Lern- und Arbeitsphasen gut integriert sind. Es gibt f√ľr Ihre Kinder jetzt auch die Chance, passend zum eigenen Biorhythmus zu lernen. Orientieren Sie sich an den Vorgaben der Lehrkr√§fte.
  2. Vereinbaren Sie klare Regeln zur Mediennutzung, wobei Sie als Eltern klar unterscheiden sollten zwischen der Arbeit mit dem PC und dem Spielen am PC. Eine Regulierung des Medienkonsums ist auch in dieser Zeit der Schulschließungen absolut sinnvoll.
  3. Helfen Sie Ihrem Kind bei der Bew√§ltigung von √Ąngsten im Zusammenhang mit dieser Pandemie. Reden Sie mit Ihren Kindern √ľber die zahlreichen Fake News, die dazu in den sozialen Netzwerken derzeit verbreitet werden.
  4. Vermeiden Sie das Aufkommen von Langeweile (‚Äědrohender Lagerkoller‚Äú) zuhause. Halten Sie dazu auch analoge Materialien wie B√ľcher, Brett- und Kartenspiele sowie Malsachen bereit. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich auf Bew√§hrtes und Althergebrachtes zu besinnen.
  5. Machen Sie Ihren Kindern klar, dass auch sie eine Verantwortung daf√ľr tragen, dass sie ihre Mitmenschen vor Infektionen bewahren, insbesondere die gef√§hrdete Risikogruppe der √§lteren Menschen und Gro√üeltern. Auch Jugendliche sollten in den n√§chsten Wochen soziale Kontakte reduzieren, also auf Kino-, Kneipen- und Veranstaltungsbesuche verzichten.

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F√ľr Stellungnahmen erreichen Sie DL-Pr√§sident Heinz-Peter Meidinger unter 0160 ‚Äď 52 75 608.

F√ľr den Inhalt verantwortlich: Gesch√§ftsstelle Deutscher Lehrerverband ‚Äď Anne Schirrmacher

Tagung zum 50-jährigen Jubiläum des Deutschen Lehrerverbandes

Von interessanten, teilweise kontroversen Debatten um die großen Zukunftsheraus­forderungen des Deutschen Bildungssystems war das Symposion anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutschen Lehrerverbands geprägt, das in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung vor vollbesetztem Auditorium in Berlin stattfand.

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Themen Zukunft des Bildungsf√∂deralismus, Bedeutung der Digitalisierung f√ľr den Bildungsprozess und die sich dadurch ver√§ndernde Rolle der Lehrkraft.

Nach der Begr√ľ√üung durch den Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bundestags¬≠pr√§sident a.D. Prof. Norbert Lammert und den DL-Pr√§sidenten Heinz-Peter Meidinger trafen im ersten Block zur Zukunft des Bildungsf√∂deralismus Vertreter des Bundesbildungs¬≠ministerium und der Kultusministerkonferenz aufeinander.

Der Bildungsf√∂deralismus ‚Äď Motor oder Bremse zukunftsorientierter Bildungspolitik

Der Staatssekret√§r im Bundesbildungsministerium Dr. Michael Meister beklagte, dass sich die Bildungssysteme der 16 L√§nder auseinanderentwickelt h√§tten. Einige Disparit√§ten h√§tten eine Qualit√§t erreicht, die grunds√§tzliche Fragen der Chancengerechtigkeit ber√ľhrten. Ganz konkret √ľbte er Kritik an der fehlenden Vergleichbarkeit des Abiturs und am Einstimmigkeits¬≠prinzip in der Kultusministerkonferenz: ‚ÄěIn punkto Vergleichbarkeit ist abgesehen vom Abituraufgabenpool noch nicht viel Substantielles passiert. Einstimmigkeit ist oftmals nur mit sehr langem Vorlauf zu erreichen. Und selbst bei einstimmigen KMK-Beschl√ľssen erfolgt nicht selten am Ende nur eine Teil-Umsetzung. Das verschenkt wertvolles Potenzial unseres Bildungssystems!‚Äú Er appellierte abschlie√üend an die L√§nder, F√∂deralismus nicht als einen Antagonismus zum Bund zu verstehen, sondern als einen Auftrag und eine Verpflichtung, ihre Aufgaben in Bildung und Wissenschaft mit mindestens derselben Priorit√§t wie der Bund wahrzunehmen.

Der KMK-Pr√§sident und hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz dagegen stellte sieben grunds√§tzliche Thesen f√ľr die Notwendigkeit des Bildungsf√∂deralismus in den Raum: Nur dieser k√∂nne regionale Eigenheiten und Verh√§ltnisse vor Ort ber√ľcksichtigen, eine nicht durch zu viele Ebenen entfernte Partizipation von Eltern und Sch√ľlern erm√∂glichen, Vielfalt von Schulformen gew√§hrleisten, durch Wettbewerb mehr Qualit√§t herausfordern, Raum f√ľr Innovation und Experimente bieten sowie die M√∂glichkeit, voneinander und aus Fehlern zu lernen. Zudem sei der Bildungsf√∂deralismus ein wertvoller Schutz davor, dass schlechte Reformen gleich in ganz Deutschland umgesetzt w√ľrden.

In einem Podiumsgespr√§ch suchten die nordrhein-westf√§lische Schulministerin Yvonne Gebauer und die Bildungspolitische Sprecherin der Gr√ľnen im Bundestag, Margit Stumpp, gemeinsam mit Kultusminister Lorz Antworten auf die Fragen, die der Bildungsf√∂deralismus in den Bereichen Vergleichbarkeit und Finanzierung aufwirft. Gebauer betonte, dass es bei allen Debatten √ľber den Bildungsf√∂deralismus keinen konstruktiven Vorschlag f√ľr eine Alternative gebe und dass der Bildungsf√∂deralismus Wettbewerb und voneinander Lernen der Bundesl√§nder erm√∂gliche. Stumpp sah in den Problemen des Bildungsf√∂deralismus in erster Linie ein Umsetzungsdefizit, kein Erkenntnisdefizit und kritisierte das so genannte ‚ÄěKooperationsverbot‚Äú zur Finanzierung durch den Bund. Lorz wies auf zuk√ľnftige langfristige M√∂glichkeiten durch einen konkreten Bildungsstaatsvertrag hin. Moderiert wurde dieses Podiumsgespr√§ch, wie auch der Gro√üteil der Tagung, vom Bildungsjournalisten Martin Spiewak.

Lehrerrolle zwischen √úberforderung und Entprofessionalisierung

Der langj√§hrige Pr√§sident und heute Ehrenpr√§sident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, debattierte mit Prof. Dr. Tanjev Schultz (Lehrstuhl f√ľr Journalistik an der Universit√§t Mainz) √ľber die sich ver√§ndernde Rolle der Lehrkr√§fte in der Schule ‚Äď ‚ÄěVom Pauker zum Lernbegleiter?‚Äú lautete die Fragestellung. Moderiert wurde dieses Gespr√§ch von Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes DPhV. Kraus kritisierte, dass der Beruf der Lehrkr√§fte immer weiter entprofessionalisiert werde, indem immer mehr Erwartungen und Forderungen, an ihn herangetragen w√ľrde. Er forderte eine R√ľckbesinnung auf das Kerngesch√§ft Unterricht und die fachlichen Kompetenzen des Lehrkr√§fteberufs. Tanjev Schultz pl√§dierte eher f√ľr eine Erweiterung der Aufgaben von Lehrkr√§ften in einer Zeit, da Eltern als Erziehende oft ausfallen. Einig war man sich, dass bei der Gewinnung neuer Lehrkr√§fte intensive Beratung notwendig ist, um die sowohl fachlich wie p√§dagogisch geeigneten Lehrkr√§fte zu gewinnen.

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing betonte in diesem Zusammenhang: ‚ÄěDamit Lehrkr√§fte guten Unterricht halten k√∂nnen, brauchen sie Entlastung und bessere Arbeitsbedingungen. Seit dem zweiten Weltkrieg ist die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkr√§fte nirgendwo gesenkt, sondern eher noch erh√∂ht worden. Das Aufgabenspektrum ist aber breiter und belastender geworden. Lehrkr√§fte brauchen sp√ľrbare Entlastung, mehr Erm√§√üigungsstunden f√ľr zus√§tzliche Aufgaben und eine geringere Unterrichtsverpflichtung!‚Äú

Macht die Digitalisierung Schule und Lehrkr√§fte √ľberfl√ľssig?

In einer sehr lebendigen Diskussion √ľber die Folgen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Schule stellten der bekannte Youtuber Daniel Jung, der Gr√ľnder von Lehrermarktplatz.de Max Maendler, Adriane Langela-Bickenbach, Preistr√§gerin des Deutschen Lehrerpreises, und die DL-Vizepr√§sidenten Joachim Mai√ü und J√ľrgen B√∂hm ihre Thesen dazu vor. Einig war man sich, dass die Lehrkraft als wesentliches Medium der Vermittlung von Wissen und Werten in einer von Digitalisierung gepr√§gten Gesellschaft und Schule weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Schon in seiner Begr√ľ√üung hatte der Pr√§sident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, angesichts zunehmender Diskussionen √ľber Digitalisierung und K√ľnstliche Intelligenz im Bildungssystem darauf hingewiesen, dass bei allem technischen Fortschritt der Bildungsprozess nicht entmenschlicht werden d√ľrfe ‚Äď Lernen sei auch ein Gemeinschafts¬≠prozess, der nicht nur vereinzelt vor dem Bildschirm stattfinden solle.

Zum Abschluss des Symposions warfen Prof. Gert de Haan von der FU Berlin und Jasson Jakovides vom Fields Institute einen Blick 50 Jahre voraus, wohin sich die Rollen von Lehrkräften und Schule in dieser Gesellschaft entwickeln könnten.

Der Deutscher Lehrerverband als starker Anwalt eines leistungsfähigen, gerechten Bildungswesens

Am Vorabend des Symposions fand eine Festveranstaltung zum 50-j√§hrigen Bestehen des Deutschen Lehrerverbands statt, auf der auch die Festschrift pr√§sentiert wurde und der langj√§hrige DL-Pr√§sident Josef Kraus einen R√ľckblick auf die wichtigsten Erfolge und Ereignisse der DL-Geschichte gab.

Vizepr√§sident J√ľrgen B√∂hm vom VDR hob im Kontext der Jubil√§umsveranstaltungen hervor, dass der Deutsche Lehrerverband immer als Klammer und Garant gewirkt habe f√ľr den Einsatz der Mitgliedsverb√§nde um ein leistungsstarkes, zukunftsorientiertes differenziertes Schulwesen.

Vizepr√§sident Joachim Mai√ü vom BvLB w√ľrdigte den DL als erste Adresse f√ľr Bildungsfragen, der auch nie die berufliche Bildung zugunsten der allgemeinen Bildung vernachl√§ssigt habe. Erst die berufliche Bildung im Gleichklang mit der allgemeinen Bildung stelle die Gleichwertigkeit der Bildungswege sicher.

Nach dem Eindruck von Vizepräsident Bernd-Uwe Althaus von der KEG zeigt die Tagung zum 50-jährigen Jubiläum eindrucksvoll, dass der DL seine Positionen immer wieder an den Herausforderungen der Zeit weiterentwickelt und sich auf dem Wertespektrum seiner Mitgliedsverbände und der gemeinsamen Ziele ausrichtet.

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F√ľr Stellungnahmen erreichen Sie DL-Pr√§sident Heinz-Peter Meidinger unter 0160 ‚Äď 52 75 608.

F√ľr den Inhalt verantwortlich: Gesch√§ftsstelle Deutscher Lehrerverband ‚Äď Anne Schirrmacher

Zum Vorsto√ü der baden-w√ľrttembergischen Kultusministerin Eisenmann

F√ľr ihren Vorsto√ü zur mittelfristigen Einf√ľhrung eines bundesweit geltenden Zentralabiturs hat der Pr√§sident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, die baden-w√ľrttem¬≠bergische Kultusministerin Susanne Eisenmann gelobt und die Politik aufgefordert, endlich zu handeln, um Vergleichbarkeit und Qualit√§t des Abiturs in Deutschland wiederherzustellen. Er freue sich, dass damit ein Vorschlag des DL aufgegriffen worden sei.

Er betonte: ‚ÄěSp√§testens nach den Vorg√§ngen rund um das Matheabitur 2019 und der Fest¬≠stellung des Bundesverfassungsgerichts, dass die Abiturnoten in Deutschland derzeit nicht vergleichbar sind, besteht dringender Handlungsbedarf, wenn man das Abitur als entscheidende Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland retten will.‚Äú Der Verbandsvorsitzende verwies darauf, dass das Modell des gemeinsamen Aufgabenpools, der die Vergleichbarkeit sichern sollte, praktisch gescheitert sei und f√ľgte an: ‚ÄěEin Aufgabenpool, der es erlaubt, dass L√§nder sich gar nicht daraus bedienen bzw. daraus entnommene Aufgaben ab√§ndern und der es sogar erm√∂glicht, dass nachtr√§glich in die Bewertung von Aufgaben aus dem Pool eingegriffen wird, ist das Papier nicht wert, auf dem diese Aufgaben geschrieben stehen!‚Äú

Die einzige logische Konsequenz k√∂nne nur lauten, statt eines Aufgabenpools gemeinsame Pr√ľfungen in den Kernf√§chern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache anzustreben und diese auch nach gleichen Erwartungshorizonten zu bewerten, so Meidinger. Jenseits dieser Kernf√§cher d√ľrfe es durchaus weiter Spielr√§ume f√ľr landeseigene Schwerpunktsetzungen geben.

Er erg√§nzte: ‚ÄěDaf√ľr m√ľssen in einem Staatsvertrag zwischen den L√§ndern klare Vereinbarungen und ein fester Zeitplan entwickelt werden. Wegen der in den L√§ndern notwendigen Anpassungen u.a. der Lehrpl√§ne halte ich das Zieldatum 2025 bis 2030 als Termin f√ľr das erste deutschland¬≠weite Zentralabitur f√ľr m√∂glich und realistisch!‚Äú

Im Gegensatz zu Frau Eisenmann glaubt der DL-Präsident allerdings, dass auch ein Nationaler Bildungsrat bei der angestrebten Staatsvertragslösung ein hilfreicher Partner sein könnte.

Als Grundbedingung eines Zentralabiturs am gleichen Tag in Kernf√§chern bezeichnete es Meidinger, dass diese Vereinheitlichung nicht auf Kosten der Qualit√§t erfolgen d√ľrfe. Er gehe allerdings davon aus, dass bei gleichen Bedingungen die Qualit√§t der Abiturienten aus den verschiedenen Bundesl√§ndern auch gerechter beurteilt und klarer sichtbar werden k√∂nne.

‚ÄěWeiterwursteln mit den Aufgabenpools wie bisher w√ľrde bedeuten, dass das Abitur seine Bedeutung und seine Funktion bei der Studienzulassung verlieren wird. Hochschuleingangs¬≠pr√ľfungen als Alternative bringen aber mit Sicherheit weder mehr Vergleichbarkeit noch mehr Qualit√§t und schon gar nicht mehr Bildungsgerechtigkeit!‚Äú sagte der DL-Pr√§sident abschlie√üend.

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F√ľr Stellungnahmen erreichen Sie DL-Pr√§sident Heinz-Peter Meidinger unter 0172 ‚Äď 28 45 840.

F√ľr den Inhalt verantwortlich: Gesch√§ftsstelle Deutscher Lehrerverband ‚Äď Anne Schirrmacher