ARD Mitmach-Aktion #unsereKinder

Unter dem Hashtag #unsereKinder sammelt die ARD Erfahrungen von Kindern und Familien aus dem Alltag – von Freizeit bis Schule – und macht sie sichtbar. Diese Dokus und Reportagen aus der ARD stellen die Belange von Kindern in den Mittelpunkt und sind hier in der Mediathek der ARD verfügbar.

Die ARD ruft auch zum Mitmachen auf: Auf der interaktiven Deutschlandkarte zu #unsereKinder teilen Familien, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher oder Organisationen ihre Erfahrungen aus ganz Deutschland. Zu sehen sind kinderfreundliche Orte, Problemstellen im Alltag von Familien – aber auch Ideen und Projekte, die zeigen, wie Städte und Gemeinden kinderfreundlicher werden können.

Zum 10. Juli 2026 – Tag der Solidarität mit Juden und Israel

Foto von D A V I D S O N L U N A auf UnsplashAm 7. Oktober 2023, am jüdischen Feiertag Simchat Tora, wurde Israel von Terroristen der radikal-islamischen palästinensischen Hamas überfallen. Seitdem erleben Israel und die jüdische Gemeinschaft weltweit zahlreiche Anfeindungen und offenen Judenhass – auch hier in Deutschland. Die Meldestelle RIAS verzeichnet auch für 2025 wie im Vorjahr ein hohes Niveau von antisemitischen Vorfällen und schreibt in ihrem Jahresbericht:

„Für Jüdinnen:Juden in Deutschland blieb Antisemitismus damit auch 2025 ein alltagsprägendes Phänomen, das ihnen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen begegnete. Eine Vielzahl antisemitischer Vorfälle ereignete sich an Orten des Alltags, etwa an Arbeitsplätzen, an Schulen oder Hochschulen, aber auch an Orten der Freizeit wie Sportplätzen oder Bars. Auch antisemitische Vorfälle vor jüdischen Einrichtungen wurden bekannt. Zudem war Antisemitismus in Deutschland 2025 weiterhin sehr sichtbar im öffentlichen Raum, etwa in Form antisemitischer Schmierereien oder der Verbreitung antisemitischer Inhalte bei Versammlungen. Ein breiter gesellschaftlicher Widerspruch zu antisemitischen Aussagen und Solidarität mit Jüdinnen:Juden blieben hingegen oft aus. Die weiterhin hohe Zahl antisemitischer Vorfälle ist für viele Jüdinnen:Juden nach wie vor eine täglich spürbare Belastung.

Insbesondere israelbezogener Antisemitismus prägte 2025 das Vorfallgeschehen, doch auch bei anderen Erscheinungsformen von Antisemitismus gab es keinen Rückgang. Der Blick auf die politisch-weltanschaulichen Hintergründe zeigt, dass der Anteil an Vorfällen von antiisraelischem Aktivismus leicht zurückging, während die Zahl der Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund zunahm und erneut einen Höchststand erreichte.“ (Quelle: https://report-antisemitism.de/documents/17-06-26_RIAS_Bund_Jahresbericht_2025.pdf)

Der Verein „DEIN – Demokratie und Information“ (www.dein-ak.com) hat deshalb für den 10. Juli 2026 zum Tag der Solidarität mit Juden und Israel aufgerufen.

Auch der Deutsche Lehrerverband unterstützt diesen Tag gemeinsam mit vielen Organisationen und Institutionen aus Politik und Gesellschaft. Die Unterstützerliste ist auf der Webseite des Vereins unter https://www.dein-ak.com/unterst%C3%BCtzer-2026 einsehbar.

„Der Bildungsauftrag der Schulen beinhaltet auch, zu Toleranz und zu demokratischem Verhalten zu erziehen“, betont Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. „Dazu gehört, im Schulalltag klar Stellung gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus zu beziehen. Angesichts der deutschen Geschichte ist es unerträglich, dass das Unsicherheitsgefühl jüdischer Schülerinnen, Schüler und ihrer Familien in Deutschland wächst – verstärkt seit dem 7. Oktober 2023. Nie wieder ist jetzt! Deshalb sind wir alle aufgerufen, jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern unsere Solidarität zu zeigen, nicht nur am 10. Juli.“

Stefan Düll weist auch auf die verdienstvolle Arbeit der Zeitzeugen hin: „Ihre Arbeit ist unschätzbar, um Kindern und Jugendlichen die deutsche Vergangenheit und die daraus resultierende Verantwortung Deutschlands zu vermitteln. Das Engagement und die Kraft dieser Persönlichkeiten, die das Gespräch mit der jungen Generation über ihre schwierigen und traumatisierenden Erlebnisse suchen, kann nicht hoch genug gewürdigt werden. Doch es gibt immer weniger Zeitzeugen. Umso wichtiger ist es, Wege zu finden, das Wissen um den Holocaust und die Judenverfolgung weiterhin mit Authentizität und Betroffenheit zu vermitteln.

Gedenkstätten und Museen sind Orte, die Schulen in der Vermittlung dieser Themen unterstützen, ebenso ist die Arbeit der Organisationen sehr wertvoll, die für Workshops und Projekttage an die Schulen kommen und die Lehrkräfte unterstützen. Gleichzeitig brauchen die Schulen die Unterstützung der Gesellschaft bei dieser Aufgabe – Eltern, Vereine, Institutionen, Vertreterinnen und Vertreter von Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Zusätzlich braucht es Fort- und Weiterbildungen, die Lehrkräfte helfen, Strategien für den Schulalltag zu entwickeln, um auf antisemitische, rassistische, homophobe und andere diskriminierende Aussagen und Verhaltensweisen pädagogisch zu reagieren.

Im Unterricht muss eine kompetente Auseinandersetzung mit den geschichtlichen Hintergründen und der aktuellen Lage des Nahost-Konflikts, vor allem seit dem 7. Oktober 2023, stattfinden, die das unbedingte Existenzrecht des demokratischen Staates Israels genauso im Blick hat wie die Leiden der palästinensischen Zivilbevölkerung und die Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung.“

 

Foto: D A V I D S O N L U N A auf Unsplash

Fachtagung: Schule in der digitalen Welt – Potenziale und Perspektiven

Tagung des Deutschen Lehrerverbands

Montag, 15.06.2026, 15:00 – 18:30 Uhr

Pestana Hotel Tiergarten – Stülerstraße 6, 10787 Berlin

Bitte melden Sie sich an unter info@lehrerverband.de 

Die Digitalisierung prägt unseren Alltag und verändert zugleich, wie wir lernen, lehren und Schule gestalten. Unter dem Titel „Schule in der digitalen Welt – Potenziale und Perspektiven“ lädt der Deutsche Lehrerverband dazu ein, zentrale Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation im Bildungsbereich gemeinsam zu beleuchten. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Schule diskutieren aktuelle Impulse rund um Künstliche Intelligenz, Medienbildung und innovative Lernformate – und eröffnen Raum für Austausch und Perspektiven für die Schule von morgen.

Programm:

 

Mehr zu DigitalSchoolStory finden Sie unter https://www.digitalschoolstory.de/.

Bitte melden Sie sich an unter info@lehrerverband.de 

Programm der Tagung zum Download als PDF

 

Stärkung der Nachrichten-, Medien- und Social-Media-Kompetenz in allen Schularten

Positionspapier des Deutschen Lehrerverbandes (DL) 

  1. Ausgangslage und Zielsetzung

Die Fähigkeit, Nachrichten kritisch einzuordnen, Desinformation zu erkennen und digitale Räume souverän zu nutzen, ist eine zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe. In einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft, geprägt von Social-Media-Plattformen, Influencer-Ökonomien und algorithmischen Empfehlungssystemen, benötigen Kinder und Jugendliche systematische Unterstützung, um sich sicher, reflektiert und informiert zu bewegen.

Neben dem Digitalparkt und dem Startchancenprogramm braucht es einen Nachrichtenkompetenzpakt auf Bundesebene. Der Deutsche Lehrerverband (DL) begrüßt es, wenn der Bund nachhaltige Strukturen aufbaut, in enger Zusammenarbeit mit den Ländern, die die Kulturhoheit haben. Kinder haben ein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, das Bildungsmaßnahmen leiten muss.

  1. Anforderungen an den Bund – Rahmen setzen, Impulse geben, Forschung ermöglichen

Bundesrahmen statt Bundesvorgaben: Ein „Bundesrahmen Medien- und Nachrichtenkompetenz“ sollte Mindestkompetenzen für alle Schularten formulieren, Qualitätskriterien für Lernmaterialien definieren und eine gemeinsame Verständigungsbasis schaffen, ohne in Curricula einzugreifen.

Förderung von Fortbildung und Qualifizierung: Lehrkräfte benötigen aktuelle, praxisnahe Angebote. Der Bund sollte ein bundesweites Fortbildungsnetzwerk fördern, OER-Materialien finanzieren und Landesinstitute beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen.

Nachhaltige digitale Infrastruktur: Eine verlässliche technische Ausstattung aller Schularten ist notwendig. Der Bund kann durch einen dauerhaften Bildungsinfrastruktur-Fonds, Förderung sicherer Lernplattformen und Unterstützung von Datenschutz-Toolkits beitragen.

Bundesweite Forschungsinitiative: Ein vom Bund finanziertes Programm sollte Wirksamkeit von Medienbildungskonzepten, Umgang Jugendlicher mit Social Media, Desinformation und Fragen der informationellen Selbstbestimmung wissenschaftlich untersuchen.

  1. Rollenverteilung – ein Wirkungsnetz vieler Akteure
  • Bund: Koordination, Finanzierung, Empfehlungen und Qualitätsstandards.
  • Länder: Integration in Lehrpläne, Fortbildungsstandards, Qualitätssicherung.
  • Schulen: Schulinterne Mediencurricula und Verankerung im Schulprogramm.
  • Zivilgesellschaft: Projekte, Expertise, Workshops.
  • Medienbranche & Plattformen: Transparenz, Bildungsangebote, Kooperationen.
  • Lehrerverbände: Praxisnahe Rückmeldungen, Qualitätsmitwirkung.
  1. Querschnittsthema: Social-Media-Kompetenz & informationelle Selbstbestimmung

Social-Media-Kompetenz ist ein unverzichtbarer Teil von Nachrichtenbildung. Schulen müssen Funktionsweisen von Algorithmen vermitteln, Manipulationsformen erklären, Influencer-Mechanismen kritisch beleuchten und Medienethik stärken.

Die informationelle Selbstbestimmung von Kindern erfordert Angebote, die befähigen statt bevormunden: Datenschutz, Resilienz gegen digitale Risiken und souveräner Umgang mit eigenen Daten.

Für alle Schularten müssen passende Kompetenzmodelle bereitstehen: Von kindgerechter Orientierung in der Grundschule über Fake-News-Analyse in der Sekundarstufe bis zu Medienethik und Plattformökonomie in der Oberstufe und beruflichen Bildung.

  1. Forderungen des Deutschen Lehrerverbandes

Der Deutsche Lehrerverband fordert einen bundesweiten Rahmen für Medien- und Nachrichtenkompetenz, unterstützt durch dauerhafte Investitionen in digitale Infrastruktur und qualitätsgesicherte Fortbildung. Ein bundesweites Fortbildungsnetzwerk soll Lehrkräfte stärken, während Medienkompetenz verbindlich in allen Lehrplänen verankert wird. Im Mittelpunkt steht die informationelle Selbstbestimmung der Kinder, gestützt durch klare Qualitätsstandards für externe Partner. Nur in verlässlicher Zusammenarbeit aller Akteure kann eine zukunftsfähige Medienbildung gelingen.

Sicherheit an Schulen – aktuelle Einschätzungen und notwendige strukturelle Schritte

Die Sicherheit an Schulen ist ein Thema, das immer stärker in die Wahrnehmung der Berichterstattung und damit der Gesellschaft tritt. Neben den bisher seltenen dramatischen Bedrohungslagen wie Messerangriffen oder Amokläufen gibt es im Alltag vieler Schulen Vorfälle von physischer und psychischer Gewalt sowie Online-Mobbing gegenüber Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften. An vielen Schulen fehlen bislang systematische Strukturen zum Umgang mit Gewaltvorkommnissen. Das vielfältige Thema Sicherheit betrifft neben Schutz vor und den Umgang mit Gewaltvorkommnissen auch Brandschutz und anderen Katastrophenschutz sowie Unfallvermeidung und allgemeinen Gesundheitsschutz der Schulfamilie.

Jede Schule sollte einen dezidierten Sicherheitsbeauftragten haben, der sämtliche Sicherheitsaspekte koordiniert und ein ganzheitliches Sicherheitskonzept für die Schule in ihrer speziellen Lage und Ausstattung erarbeitet.

Selbst wenn es benannte Sicherheitsbeauftragte gibt, verfügen diese häufig weder über eine ausreichende Ausstattung noch über Entlastungsstunden, um ihre Aufgaben ernsthaft wahrnehmen zu können. Insgesamt wird das Thema in seiner Bedeutung unterschätzt und sollte stärker in den Fokus rücken.

Dieser Posten sollte analog zur Funktion eines Datenschutzbeauftragten mit klaren Zuständigkeiten, systemischer Einbindung und Freistellungsstunden ausgestattet werden. Denkbar ist dabei eine Schnittstelle über das bestehende System der Personalräte.

Der Koordinationsbereich eines Sicherheitsbeauftragten umfasst vielfältige Präventions- und Interventionsmaßnahmen:

  • Erste-Hilfe-Maßnahmen
  • Brandschutz
  • Verkehrssicherheit auf den Schulwegen und Unfallschutz auf dem Schulgelände
  • Gesundheitsschutz,
  • Arbeitsschutz
  • psychologische und soziale Präventionsarbeit
  • Kooperation mit Blaulichtorganisationen sowie im Fall eines traumatischen Geschehens Kooperation mit seelsorgerischem und therapeutischem Personal.
  • Regelmäßige Auswertung des Gefahrenpotentials ggf. unter Einbeziehung externer Experten, um die Gefahr zu objektivieren und gefühlte und tatsächliche Gefahr auseinanderzuhalten.

Der/die Sicherheitsbeauftragte ist dabei zuständig für die Aktualisierung von Konzepten, Weiterbildung des Kollegiums und Kommunikation mit Ansprechpartnern außerhalb der Schule.

Kontinuierliche Gewalt-Präventionsarbeit und deren Finanzierung und Unterstützung auf allen Ebenen der Gesellschaft ist wichtig, gerade weil der Erfolg – die Gewalt, die nicht stattgefunden hat – nicht unmittelbar messbar ist. Zur Prävention gehören vor allem Vertrauens- und Beziehungsarbeit, sozialpädagogische Angebote und psycho-soziale Unterstützung, die grundsätzlich sinnvoll sind, unabhängig von konkreten Gewalt- oder sogar Amok-Risiken. Schulen brauchen hier die Unterstützung der Gesellschaft, von Eltern und Familien ebenso wie von gesellschaftlichen Institutionen wie Vereinen und von politischen Strukturen, die über die Finanzierung von Jugendangeboten entscheiden. Eine wesentliche Grundlage wirksamer Prävention an den Schulen ist es, möglichst viel über die Schülerinnen und Schüler zu wissen, um Auffälligkeiten – Rückzugsverhalten, Aggression – frühzeitig erkennen zu können. Hier besteht ein Informationsdefizit, das sich gerade beim Wechsel zwischen Schulformen verschärft und perspektivisch auch mit Konzepten wie Schüler-IDs verknüpft werden könnte.

Ergänzung: Distanzunterricht

Für den Bereich der Prävention spielt auch die Möglichkeit des Distanzunterrichts eine Rolle. In unterschiedlichen Situationen kann es sinnvoll sein, auch kurzfristig auf die Möglichkeit des Distanzunterrichts – für alle oder Teile der Schulgemeinschaft – zurückgreifen zu können:

  • Gefahren auf dem Schulweg wie Sturm oder Glatteis
  • Großflächige ÖPNV-Streiks
  • Besonders ansteckende Krankheiten und große Krankheitswellen
  • Strom- und/oder Heizungsausfall an der Schule
  • Bomben- oder Amokdrohungen gegen die Schule

Damit alle Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler an die Abläufe und Instrumente des Distanzunterrichts gewöhnt sind sowie die entsprechenden Programme und Passwörter parat haben, ist es sinnvoll, einige Male im Schuljahr den Distanzunterricht zu üben. Der Deutsche Lehrerverband plädiert daher dafür, dass die Bildungsministerien den Schulen die Möglichkeit einräumen, selbständig nach der Sachlage solche Übungstage im Schuljahr zu planen sowie bei bestimmten Rahmenbedingungen auch kurzfristig Distanzunterricht auszurufen.

didacta Köln 2026

Stände der DL-Bundesverbände und ihrer Landesverbände in NRW:

DPhV/PhV NRW: Halle 7.1 / Stand E030

BvLB/vlbs/vlw: Halle 6.1 / C041

VDR/lehrer nrw: Halle 7.1. / B036

 

Vortragsprogramm

Der Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung BvLB und seine Landesverbände in NRW vlbs und vlw bieten an ihrem Stand Halle 6.1 / C041 an rund 40 Terminen Vorträge zu verschiedenen berufs- und bildungspolitischen Themen an, die Details sind unter „Events“ unter dem Link https://www.didacta-koeln.de/aussteller/bvlbbundesverband_der_le/ zu finden.

 

Podien und Gesprächsrunden mit Beteiligung von Mitgliedern der DL-Verbände in der Reihenfolge der Termine:

 

Dienstag, 10.03.2026 | 11:30 – 12:15 Uhr

Warum Lehrkraft werden?

Forum didacta aktuell, Halle 6 E70/F79

Tobias Braune – Landesvorsitzender junge lehrer nrw, Pia Hegener – Leiterin des Referates 515 „Ganztag, Familiengrundschulzentren“ im MSB NRW, Olaf Korte – Schulleiter Realschule Kastanienallee in Velbert, Wiebke Meyer – Fachleiterin Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Dortmund, Jochen Smets – Pressesprecher lehrer nrw e. V.

https://www.didacta-koeln.de/event/warum_lehrkraft_werden/

 

Dienstag, 10.03.2026 | 12:00 – 12:45 Uhr

Zwischen Selfie und Selbstzweifel – Wie geht’s der jungen und digitalen Generation wirklich?

Forum Bildungsperspektiven, Halle 8 B40/C41

Mareike Wulf – Parlamentarische Staatssekretärin Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Amy Kirchhoff – Generalsekretärin Bundesschülerkonferenz, Clara Lösel – Poetry Artist & Bestseller-Autorin, Pankraz Männlein – Bundesvorsitzender BvLB, Moderation: Matthias Graf von Kielmansegg, Geschäftsführer Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH

https://www.didacta-koeln.de/event/zwischen_selfie_und_selbstzweifel_-_wie_gehts_der_jungen_und_digitalen_generation_wirklich/

 

Dienstag, 10.03.2026 | 14:45 – 15:30 Uhr

Forum Schulpraxis, Halle 7 B10/C11

Schutz, Teilhabe, Kompetenz: Was brauchen Jugendliche im Umgang mit Social Media?

Romance Bassingha – Jugendreporterin & Studentin, Lilli Berthold – Stellvertretende Generalsekretärin Bundesschülerkonferenz, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing – Bundesvorsitzende DPhV, Timm Lutter– D21-Präsidiumsmitglied und Director Unternehmenskommunikation & Public Affairs Cornelsen

Initiative D21 e.V. und Cornelsen Verlag

https://www.didacta-koeln.de/event/schutz_teilhabe_kompetenz_was_brauchen_jugendliche_im_umgang_mit_social_media/

 

Mittwoch, 11.03.2026 | 11:00 – 11:45 Uhr

Halle 6, Stand F11b

Lust. Macht. Gewalt – Was New Adult über Geschlechterrollen lehrt und warum Schule mitreden sollte

Gabriele Kasigkeit – Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des DPhV & Leitung der AG für frauenpolitische Fragen im DPhV, Merle Lotter – Uni Köln Kinder- und Jugendmedienforschung, Juli Reiher – BookTokerin, Moderation: Nele Kister – Eduversum

https://www.didacta-koeln.de/event/lust_macht_gewalt_-_was_new_adult_ueber_geschlechterrollen_lehrt_und_warum_schule_mitreden_sollte/

 

Mittwoch, 11.03.2026 | 11:45 – 12:30 Uhr

Forum Berufliche Bildung/myQ-Qualifizierung, Halle 6 B30/C39

Mitreden erwünscht! Demokratie lehren, lernen, leben

Jürgen Böhm – Bildungsstaatssekretär Land Sachsen-Anhalt, Mia Homner – Notarfachangestellte im 2. Ausbildungsjahr Städt. Berufsschule für Rechts- und Verwaltungsberufe München, Gabriel Just – Medizinischer Fachangestellter im 2. Ausbildungsjahr Staatliche Berufsschule III Bamberg Business School, Pankraz Männlein – Bundesvorsitzender BvLB, Juliane Stubenrauch-Böhme – Ministerialrätin Stiftung Bildungspakt Bayern, Moderation: Kate Maleike

https://www.didacta-koeln.de/event/mitreden_erwuenscht_demokratie_lehren_lernen_leben/

 

Mittwoch, 11.03.2026 | 11:45 – 12:30 Uhr

Forum didacta aktuell, Halle 6 E70/F79

Schulleitung mit Wirkung – Kollegien im Wandel stärken

Martin Fugmann – Geschäftsführender Vorstand Heraeus Bildungsstiftung, Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing – Bundesvorsitzende DPhV, Christian Stork – Lehrer, Erprobungsstufenkoordinator Städt. Gymnasium Köln-Deutz Thusneldastraße, André Szymkowiak – Schulleiter|DLP-Preisträger 2023 Gymnasium Thusneldastraße KI-Pilotschule, Moderation: Jan-Martin Wiarda

https://www.didacta-koeln.de/event/transformation_gestalten_-_was_leitungspersoenlichkeiten_staerkt_und_kollegien_motiviert/

 

Mittwoch, 11.03.2026 | 14:15 – 15:00 Uhr

Forum didacta aktuell, Halle 6 E70/F79

Lernen und Prüfen neu denken – aber wie?

Patricia Drewes – Schulleiterin Hans-Ehrenberg-Schule in Bielefeld, Institut für zeitgemäße Prüfungskultur, Amy Kirchhoff – Generalsekretärin Bundesschülerkonferenz, Prof. Dr. Kai Maaz – Geschäftsführender Direktor des DIPF, Ralf Neugschwender – Bundesvorsitzender Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Moderation: Dr. Matthias Degen

https://www.didacta-koeln.de/event/lernen_und_pruefen_neu_denken_-_aber_wie/

 

Mittwoch, 11.03.2026 | 15:15 – 16:00 Uhr

Forum Berufliche Bildung/myQ-Qualifizierung, Halle 6 B30/C39

Duale Berufsausbildung in Deutschland, Österreich, Schweiz – Wettbewerbsvorteil der Wirtschaft

Pankraz Männlein – Bundesvorsitzender BvLB, Marissa Matzka – Mitglied der Geschäftsleitung Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG, Michael Vierlinger – Direktor Berufsschule Linz 6, Christian Villiger – Geschäftsführer libs – Industrielle Berufslehren Schweiz, Moderation: Dr. Jan Hofer

https://www.didacta-koeln.de/event/duale_berufsausbildung_in_deutschland_oesterreich_schweiz_-_wettbewerbsvorteil_der_wirtschaft/

 

Donnerstag, 12.03.2026 | 14:00 – 15:00 Uhr

Workshop-Fläche Berufliche Bildung, Halle 6 Stand B70/C79

Mit KI exzellente Berufliche Bildung Nachhaltige Entwicklung (BBNE) gestalten?!

Alexander Bickel – Vertriebsleiter DACH FESTO Didactic, Dr. Julia Pargmann – Universität Hamburg, Dr. Michael Scharp – Forschungsleiter Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung GmbH, Christine Stache – Vorstandsmitglied Bundesverband Deutscher Berufsausbilder e.V., Moderation: Stefan Nowatschin, BvLB

https://www.didacta-koeln.de/event/mit_ki_exzellente_berufliche_bildung_nachhaltige_entwicklung_bbne_gestalten/

 

Donnerstag, 12.03.2026 | 14:15 – 15:00 Uhr

Forum Bildungsperspektiven, Halle 8 B40/C41

Next Level Berufsorientierung: Individualisiert. Digital. Wirkungsvoll.

Ralf Neugschwender – Bundesvorsitzender Verband Deutscher Realschullehrer (VDR), Dr. Hans-Joachim Prinz – Präsident Didacta Verband e.V., Christina Ramb – Mitglied der Hauptgeschäftsführung Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Aline Sommer-Noack – Stellvertretender Vorsitz Bundeselternrat, Moderation: Dr. Matthias Degen

https://www.didacta-koeln.de/event/next_level_berufsorientierung_individualisiert_digital_wirkungsvoll/

 

Donnerstag, 12.03.2026 | 15:00 – 16:30 Uhr

Congress-Centrum Nord, Konferenzraum D

Zeit für Stärken – Wie Technologie den menschlichen Kern stärkt 

Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing – Bundesvorsitzende DPhV, Daniel Jung – KI-Coach und SPIEGEL-Bestsellerautor, Lydia Clahes – Lehrercoach und Autorin, Daniel Zacharias – CEO Sdui Group, Moderation Anja Backhaus

https://www.didacta-koeln.de/event/zeit_fuer_staerken/

 

Freitag, 13.03.2026 | 11:00 – 11:45 Uhr

Bühne Bildungsmedien, Halle 7 C38/D39

Bildung auf Autopilot? Koordinaten für eine zukunftsfähige, menschliche und leistungsstarke Schule

Christian Schulze – Stellv. Vorsitzender Junge Philologen NRW; Seminarbetreuer ZfsL Düren

Prof. Dr. Markus Ritter – Ruhr-Universität Bochum

https://www.didacta-koeln.de/event/bildung_auf_autopilot_koordinaten_fuer_eine_zukunftsfaehige_menschliche_und_leistungsstarke_schule/

 

Samstag, 14.03.2026 | 15:30 – 16:30 Uhr

Workshop-Fläche Schulische Bildung, Halle 8 Stand C58/D59

Fit for Job

Georg Hoffmann – Vorsitzender Junge Philologen NRW; Seminarbetreuer ZfsL Aachen

Christian Schulze – Stellv. Vorsitzender Junge Philologen NRW; Seminarbetreuer ZfsL Düren

https://www.didacta-koeln.de/event/fit_for_job/

 

DL-Präsident Stefan Düll zur Diskussion um Social-Media-Altersgrenzen

Eine feste Altersgrenze für die Nutzung von Social-Media-Plattformen ist problematisch – aus mehreren Gründen, eines davon die praktische Umsetzung einer Altersbegrenzung. Zudem betrifft das Suchtpotenzial nicht nur Jugendliche, sondern ebenso Erwachsene. Daher sollten Plattformen gesetzlich verpflichtet werden, alle Nutzer zu schützen, beispielsweise indem „Infinite Scrolling“ mit einem einfachen Klick begrenzt werden kann, indem wirksame Moderationsstrukturen aufgebaut und extremistischer Inhalte konsequent entfernt werden. Das Verhalten älterer Nutzergruppen zeigt zudem: Eine analoge Kindheit bietet keinen automatischen Schutz vor Online-Risiken.

Social Media eröffnet Jugendlichen wichtige Räume zum Lernen und zur Kommunikation – sei es für Hobbys, Interessen oder Hilfsangebote. Dort informieren sie sich auch über gesellschaftliche und politische Themen. Deshalb sollte das demokratische und unterstützende Angebot auf diesen Plattformen gestärkt werden, anstatt den Zugang zu blockieren. Jüngere Kinder brauchen dabei besonders die Begleitung ihrer Eltern, die mit ihren Kindern jeden Alters im Gespräch über ihr Online-Verhalten sein sollten.

Generell dürfen sich Eltern bei dem Thema nicht aus der Verantwortung ziehen. Eltern sind dafür verantwortlich, wann sie ihren Kindern den Zugang zu Smartphones, Tablets und anderen digitalen Endgeräten ermöglichen und wie sie den Zugang zum WLAN handhaben. Altersgrenzen für Social Media helfen nicht, wenn Eltern ihren Kindern Accounts einrichten. Medienkompetenz muss sowohl in Familien als auch in Schulen vermittelt werden, und die Politik ist gefordert, ausreichend qualifiziertes Lehrpersonal für diese und andere Aufgaben bereitzustellen.

Die aktuellen Umsetzungen der australischen Regelungen zeigen: Es gibt zahlreiche praktische und rechtliche Fragen zur Altersverifikation, vielen Jugendlichen gelingt es zudem, sie zu umgehen. Neue Plattformen mit Chatfunktionen werden auftauchen, die von den Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Die Gesetzgeber hinken der Entwicklung hinterher, anstatt den digitalen Raum für alle Nutzer zu einem sicheren Raum zu machen, indem Social-Media-Plattformen und Online-Spiele mit Chatfunktionen z.B. zu bestimmten Default-Settings und Moderationsstrukturen verpflichtet werden.

Kinder und Jugendliche kommen sowohl offline als auch online in Situationen, in denen sie unangemessene oder gefährliche Entscheidungen treffen – wir müssen ihnen helfen, generell Urteilsfähigkeit zu entwickeln. Dafür brauchen sie nicht nur analoge Räume und Freizeitangebote, sondern auch die Möglichkeit zur digitalen Teilhabe.

DL-Präsident Stefan Düll zu den angekündigten Protesten gegen die Wehrpflicht während der Unterrichtszeit

Am Freitag, 5.12.2025, berät der Deutsche Bundestag abschließend über den Gesetzentwurf zum „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“, das danach beschlossen werden soll. Ebenfalls am Freitag wird in diesem Zusammenhang unter Schülerinnen und Schülern zu einem „bundesweiten Schulstreik“ als Protest gegen die Regelungen des neuen Gesetzes aufgerufen. DL-Präsident Stefan Düll äußert sich zu der Situation: 

„Die aktuelle Debatte über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht beschäftigt auch unsere Schülerinnen und Schüler. Die Aufgabe der Schule besteht darin, sachlich über die rechtlichen Grundlagen, die sicherheitspolitische Situation sowie den gesellschaftlichen Kontext – insbesondere die Bedrohung durch Russland und dessen Unterstützer – zu informieren und Orientierungswissen zu vermitteln. Dabei ist wichtig: Niemand soll zum Wehrdienst gezwungen werden. Das Grundgesetz garantiert das Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe. Wie bei anderen gesellschaftlichen und politischen Themen schaffen viele Lehrkräfte Raum für die Fragen der Schülerinnen und Schüler, wenn die Unterrichtszeit und Lehrplan es zulassen.  

Eine Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen oder die Einführung eines allgemeinen Pflichtdienstes findet derzeit im Deutschen Bundestag keine verfassungsändernde Mehrheit. Aufrufe zu Schulstreiks vermitteln hier einen falschen Eindruck. Ein verpflichtender Einsatz im Pflege- oder Rettungsbereich wäre rechtlich nur in einer besonderen Notlage zulässig und muss daher freiwillig bleiben. Schülerinnen können sich selbstverständlich mit ihren Mitschülern solidarisch zeigen und an politischen Aktionen teilnehmen, sofern sie die schulrechtlichen Vorgaben beachten. Die Schülerinnen und Schüler sollten sich auch generell damit beschäftigen, wer hinter Aufrufen zu Protesten und Demonstrationen steht bzw. wer sich damit solidarisiert, um sich mit ihrer Teilnahme nicht für undurchsichtige Zwecke instrumentalisieren zu lassen.

Sogenannte „Schulstreiks“ während der Unterrichtszeit gelten rechtlich nicht als Streiks, da Schülerinnen und Schüler keine Arbeitnehmer sind. Wer gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht demonstrieren möchte, kann dies jederzeit außerhalb der Unterrichtszeit tun; die Versammlungs- und Meinungsfreiheit ist umfassend gewährleistet. Eine Demonstrationsteilnahme während der Unterrichtszeit ist ein unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht und liegt in der Verantwortung der Eltern bzw. der volljährigen Schüler. Sie erfordern die vorherige Abmeldung bei der Schulleitung, um unnötige Nachfragen bei den Eltern zu vermeiden, sowie die Bereitschaft, pädagogische oder disziplinarische Konsequenzen zu akzeptieren.

Die Schule wird in solchen Fällen mit Augenmaß handeln. In der Regel wird den Teilnehmenden ein Gespräch außerhalb des Unterrichts angeboten, um über Sinn, Folgen und alternative Formen politischer Beteiligung zu sprechen. Wer jedoch unentschuldigt dem Unterricht fernbleibt und Gesprächsangebote ablehnt, muss mit erzieherischen Maßnahmen bis hin zu einem Verweis rechnen.“

Foto von Maheshkumar Painam auf Unsplash

 

Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, zur Arbeitsbelastung von Schulleitungen

Schulleitungen nehmen eine Vielzahl an Aufgaben wahr – neben den alltäglichen organisatorischen Prozessen für den Ablauf des Schulalltags haben sie die langfristige Gestaltung der Schule im Blick: von der Umsetzung der Digitalisierung über Verankerung der Demokratiebildung bis hin zu Ausstattung und Sanierung ihres Schulgebäudes. Sie vermitteln ihren Schulen Stabilität und Orientierung bei neuen Entwicklungen.

Auf allen Ebenen sind die Schulleitungen vom Fachkräftemangel betroffen: Der Lehrkräftemangel muss von ihnen organisatorisch im Alltag aufgefangen werden, indem sie kurzfristige und langfristige Vertretungen finden, fehlendes Personal in den Bereichen Verwaltung, IT und Gebäudebetreuung und -reinigung erschwert die Aufgaben zusätzlich. 

Schulleitungen sind Anlaufstelle für die Fragen, Probleme und Konflikte von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern, oft müssen sie dabei als Mediator wirken. Sie müssen sicherstellen, dass die Schulfamilie auf Ausnahmesituationen vorbereitet ist und im Fall von Unfällen, Naturkatastrophen oder Gewalttaten die Krisen managen.

Für einige Schulformen wie die Grundschulen gibt es regional schon einen eklatanten Schulleitungsmangel, weil die hohe Belastung sich nicht in einer entsprechenden Bezahlung widerspiegelt. Viele Personen, die in den Schulleitungen tätig sind, gehen über ihre eigenen Kräfte hinaus und landen im Burn-out.

Wir fordern für Schulen und Schulleitungen mehr Unterstützung:

  • Maßnahmen gegen den Lehrkräftemangel
  • Mehr Personal für die Schulen in den Bereichen Verwaltung, IT, Gebäudebetreuung und Reinigung
  • Zusätzliche Qualifizierung durch Weiterbildungsangebote für zukünftige Kandidatinnen und Kandidaten sowie für bestehenden Schulleitungen
  • Unterstützung durch Burn-out-Prophylaxe, damit Personen mit Schulleitungsaufgaben mit ihren Kräften haushalten
  • Reduktion der Unterrichtsverpflichtung von Schulleitungen

Schulen brauchen ein Make-over: Schluss mit ekelerregenden Toiletten, unsanierten Schulen, überfüllten Klassenzimmern und Technik aus dem vergangenen Jahrhundert!

Statement von Stefan Düll, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, zur MINT-Offensive und dem anhaltenden Lehrkräftemangel:

Deutschland ist laut den aktuellen OECD-Zahlen („Bildung auf einen Blick“, 09.09.2025) MINT-Champion bei der Zahl der Absolventen – aber genau dort, wo die Zukunft gebaut wird, droht uns das Personal auszugehen! 35 Prozent unserer Absolventen kommen aus dem MINT-Bereich, ein Weltspitzenwert, doch die wenigsten landen als Lehrkräfte an unseren Schulen. Es wird händeringend nach Mathematik-, Informatik-, Naturwissenschafts- und Technik-Lehrkräften gesucht, während Unternehmen um genau diese Talente werben und so auch ehemalige Lehramtsstudierende in Unternehmen statt in Schulen arbeiten. Angesichts dieses eklatanten Mangels ist Schluss mit Schönreden: Wer MINT-Talente für die Schule gewinnen will, muss endlich liefern!

Schulgebäude müssen einladend, technisch modern und täglich sauber sein – sonst kommt der Nachwuchs nicht, sondern kehrt dem Lehrerberuf den Rücken. Wer die besten Köpfe gewinnen will, muss attraktive Arbeitsbedingungen bieten, dazu gehören mehr Entlastung von Verwaltung, echte Teams mit Sozialarbeit und Psychologie, sowie konkurrenzfähige Bezahlung zum Arbeitsmarkt.

Unsere Botschaft ist klar: Wenn Politik und Gesellschaft weiter die Augen verschließen, verspielt Deutschland seine Innovationskraft und den Anschluss an die Weltspitze. Die Ausbildung muss pädagogisch gründlich sein, die Schulen Orte, an denen junge Talente gerne anfangen. Bildung und Lehrkräftegewinnung brauchen jetzt radikale Investitionen statt wachsweicher Absichtserklärungen. Nur dann entstehen auch in den MINT-Klassenräumen neue Spitzenkräfte von morgen!

Foto von Jeswin Thomas auf Unsplash