Umfrage unter Lehrern macht deutlich: Probleme mit dem Handschreiben in der Schule nehmen zu

BERLIN, 01.04.2015 Die Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland sehen immer häufiger, dass Schülerinnen und Schüler Probleme mit dem Handschreiben haben. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der Deutsche Lehrerverband (DL) gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut, Heroldsberg, durchgeführt hat. Danach meinen vier Fünftel (79 Prozent) der an der Erhebung beteiligten Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen, die Handschrift ihrer Schülerinnen und Schüler habe sich im Schnitt verschlechtert. Sogar 83 Prozent der befragten Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer gaben an, dass sich die Kompetenzen, die Schüler als Voraussetzung für die Entwicklung der Handschrift mitbringen, in den vergangenen Jahren verschlechtert haben. Nach Einschätzung der an der Umfrage beteiligten Lehrkräfte haben die Hälfte der Jungen (51 Prozent) und ein Drittel der Mädchen (31 Prozent) Probleme mit der Handschrift.

DL-Präsident Josef Kraus forderte die Kultusminister der Länder auf, das Thema Handschreiben verstärkt in den Blick zu nehmen „Wir benötigen mehr Förderung der Grob- und Feinmotorik schon in den Kindertagesstätten und dann in den Grundschulen.“  Die Erzieherinnen und die Grundschullehrkräfte benötigten dafĂĽr angesichts der wachsenden Herausforderungen mehr UnterstĂĽtzung. Zugleich kritisierte Kraus: „Die zunehmenden Probleme vieler SchĂĽler mit der Schreibschrift muss sich auch eine Schulpolitik ankreiden lassen, die dem Schreiben und insgesamt der sprachlichen Bildung immer weniger Bedeutung beimisst.“ Als Beispiel nannte Kraus den reduzierten Grundwortschatz, die Arbeit mit LĂĽckentexten und Multiple-Choice-Tests sowie die Flut an Kopien, die sich tagtäglich ĂĽber die SchĂĽler ergieĂźt. Kraus betonte, dass es tendenziell einen Zusammenhang zwischen Lernleistung von SchĂĽlern und der GĂĽte ihrer Handschrift gebe. „Wer gut und versiert schreibt, der prägt sich Geschriebenes besser und konzentrierter ein, er ist intensiver bei der Sache, er schreibt bewusster, setzt sich intensiver mit dem Inhalt und dem Gehalt des Geschriebenen auseinander“, erklärte Kraus.

Der Schreibmotorikforscher Dr. Christian Marquardt, wissenschaftlicher Beirat des Schreibmotorik Instituts, erläuterte mit Blick auf die eindeutigen Ergebnisse der Umfrage: „Wir sehen vermehrt Probleme bei den motorischen Grundkompetenzen der Kinder. Aber auch Probleme, wenn es später darum geht, schneller und flĂĽssiger zu schreiben. Schreibenlernen ist in erster Linie Bewegungslernen, und hier brauchen viele Kinder mehr UnterstĂĽtzung.“ Und er erläutert: „die Studien und wissenschaftlichen Erkenntnisse des Schreibmotorik Instituts weisen darauf hin, dass Kinder durch gutes Motoriktraining schneller und besser schreiben. Daher plädieren wir aus wissenschaftlicher Sicht dafĂĽr, gemeinsam mit der Pädagogik neue Methoden fĂĽr den Schreibunterricht in Schulen zu entwickeln – zum Vorteil fĂĽr Kinder und Lehrkräften.“

Wie gravierend sind die Probleme mit dem Handschreiben in der Schule? Und was lässt sich dagegen tun? Um diese Fragen zu klären, hatte der Deutsche Lehrerverband (DL) gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut, Heroldsberg, die Umfrage gestartet. Sie wurde zwischen Dezember 2014 und März 2015 online durchgeführt. Dabei wurden Lehrkräften aus Grundschulen und aus weiterführenden Schulen getrennte Fragebögen vorgelegt. An der Umfrage haben sich insgesamt mehr als 2.000 Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland beteiligt. Die Umfrage ist die erste ihrer Art in Deutschland; erstmals lassen sich damit qualifizierte Aussagen zur Entwicklung der Handschrift von Schülern treffen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Das Problem der schlechten Schrift wird in der weiterfĂĽhrenden Schule sehr deutlich. Sind in der Grundschule noch 58 Prozent der befragten Lehrer mit der Entwicklung der Handschrift ihrer SchĂĽler „sehr zufrieden“, „zufrieden“ oder nennen sie „befriedigend“, so sind dies in der weiterfĂĽhrenden Schule nur noch 22 Prozent.
  • Und ein GroĂźteil der SchĂĽlerinnen und SchĂĽler leidet darunter: Mehr als die Hälfte der befragten Lehrerinnen und Lehrer an weiterfĂĽhrenden Schulen beobachten gerade mal bei höchstens 38 Prozent ihrer SchĂĽlerinnen und SchĂĽler, dass diese 30 Minuten oder länger beschwerdefrei schreiben können.
  • Es geht dabei auch um Bildungschancen: Nur die wenigsten befragten Lehrer (0,7 Prozent an weiterfĂĽhrenden Schulen, 1,4 Prozent an Grundschulen) sehen keinen Zusammenhang zwischen der Handschrift eines SchĂĽlers und seinen schulischen Leistungen. 
  • Die häufigsten genannten Ursachen aus Lehrersicht sind in der Grundschule: „Schlechte Feinmotorik“ (84 Prozent), „Zu wenig Ăśbung zu Hause“ (61 Prozent) und „Fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation“ (53 Prozent). In der weiterfĂĽhrenden Schule: „Wenig Interesse der SchĂĽler an handschriftlichem Schreiben“ (69 Prozent), „Fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation“ (69 Prozent) und „Zu wenig Ăśbung zu Hause“ (65 Prozent). Dabei waren Mehrfachnennungen möglich.
  • Die Schreibmotorik hat sich im Durchschnitt in den vergangenen Jahren verschlechtert, meinen schulformĂĽbergreifend 87 Prozent der befragten Lehrkräfte.
  • Als GegenmaĂźnahmen fordern jeweils drei Viertel (74 Prozent) der befragten Grundschullehrkräfte ein „Spezielles motorisches Schreibtraining“ sowie „Mehr Zeit zur Förderung im Unterricht“. An den weiterfĂĽhrenden Schulen sind dies 61 Prozent bzw. 67 Prozent.
  • „Handschreiben lernen ist wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“ – dies meinen 98 Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer.

Der Deutsche Lehrerverband (DL) ist die Dachorganisation von 160.000 Lehrern, die in Bundesverbänden organisiert sind. Diese sind: der Deutsche Philologenverband e. V., der Verband Deutscher Realschullehrer, der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. sowie der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen e. V.

Das Schreibmotorik Institut e. V., Heroldsberg, ist eine bundesweit einzigartige Einrichtung. Es beschäftigt sich mit der Forschung auf den Gebieten der Schreibmotorik und der Schreibergonomie, vernetzt relevante Institutionen im Bereich des Handschreibens und versammelt Experten, die sich seit Jahren in Theorie und Praxis mit effizientem Schreiben beschäftigen. Es hat Lehrmaterialien für den Schreibunterricht entwickelt und bietet Seminare für Pädagogen an. Das Institut wird vom Schreibgeräte-Hersteller Stabilo unterstützt, ist aber unabhängig und gemeinnützig.

Zu der detaillierten Auswertung der Ergebnisse gelangen Sie ĂĽber diesen Link.

Zu der detaillierten Auswertung der Ergebnisse gelangen Sie ĂĽber diesen Link: Schreibmotorik und Handschrift

Schreibmotorik Institut e. V.
   Schwanweg 1
   90562 Heroldsberg
   www.schreibmotorik-institut.com

Deutscher Lehrerverband (DL)
      Dominicusstr. 3
      10823 Berlin
      www.lehrerverband.de

Rezension: Schule als Konfliktfeld und Integrationsagentur

von Heinz-Peter Meidinger

Joachim Wagner: Die Macht der Moschee – Scheitert die Integration am Islam? Herder-Verlag 2018, 24,80 Euro gebunden

Gerade wenn es um die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen aus muslimisch geprägten Ländern geht, dominieren bei vielen Autoren in zahlreichen Publikationen vorgefasste Meinungen und Standpunkte, sei es ein grundlegender Optimismus, dass wir das schon schaffen werden, oder sei es eben auch die unerschütterliche Überzeugung, dass die Integration scheitern werde. Entsprechend werden diese Bücher auch von der jeweils eigenen Anhängerschaft rezipiert und dienen damit lediglich der Verstärkung vorhandener Standpunkte.

Das sehr sorgfältig recherchierte Buch „Die Macht der Moschee –Scheitert die Integration am Islam“ des ehemaligen ARD-Korrespondenten Joachim Wagner entzieht sich dieser Schwarz-Weiß-Einordnung und hebt sich allein durch die Vielzahl an rezipierten und zitierten Befunden, Studien, Statistiken und nicht zuletzt eigenen Erfahrungsberichten wohltuend von der Mehrzahl der anderen Traktate ab, die zu dieser Thematik schon erschienen sind.

Der Buchtitel kleidet die Debatte, ob die Integration am Islam scheitern wird, zunächst in die Frageform, doch man kann nach LektĂĽre der Kapitel zum Einfluss der Herkunftsländer auf die Zuwanderer, zur Entwicklung von Parallelgesellschaften, zu den kulturellen und religiösen Integrationshemmnissen, den widersprĂĽchlichen Erwartungen auf beiden Seiten und insbesondere zur Ăśberforderung von Schulen durch die ihnen aufgebĂĽrdete Integrationsaufgabe das SchlussresĂĽmee des Autors gut nachvollziehen: Er sieht die Jahrhundertaufgabe der Integration ohne massive zusätzliche Anstrengungen auf beiden Seiten – wobei Wagner auch die muslimischen Verbände in Pflicht nimmt – tatsächlich kurz vor dem Scheitern.

Was das Buch insbesondere für Lehrkräfte und Bildungsinteressierte so lesenswert macht, ist das zentrale 65-seitige Kapitel über die Schule als Konfliktfeld und Integrationsagentur. Der Autor hat gegen viele Widerstände bis hinauf in die Schulaufsicht einzelner Bundesländer eine Reihe von Schulen selbst besucht und dort mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schülern und Eltern gesprochen, an Brennpunktschulen, wo deutsche Kinder eine kleine verschwindende Minderheit sind, aber auch an Schulen mit durchschnittlichen Migrationsanteilen. Die Berichte über diese Begegnungen sind der spannendste Teil des Buchs. Der Autor schreibt selbst darüber: „Die Besuche des Verfassers von 21 Schulen waren Ausflüge in ein multikulturelles Deutschland, das die große Mehrheit der Bevölkerung nur aus dem Fernsehen oder der Zeitung kennt.“

Anhand dieser Besuche erlebt der Leser mit, wie nicht selten eine engagierte Lehrerschaft zwischen Idealismus und Frust verschlissen wird, welche Auswirkungen die Segregation auf die Zuwandererkinder hat, wie schwierig Gewaltpräventionsarbeit in diesem Umfeld ist und welche Auswirkungen der Islam, der Ramadan und verdeckter bis offener Antisemitismus sowie ein konservatives islamisches Frauenbild auf den Schulbetrieb haben.

Es ist kein Zufall, sondern eher ein Zeichen, dass der Autor die Konfliktherde präzise und scharfsinnig benannt und erkannt hat, dass nach Erscheinen des Buchs einige der dort behandelten Themen in den Medien bundesweit aufgrund bestimmter Vorfälle aufgegriffen worden sind, etwa das Mobbing jüdischer Mitschüler, die Tatsache, dass jetzt schon an Grundschulen immer mehr Mädchen mit Kopftuch erscheinen bzw. die Auswirkungen des Fastens auf Schüler während des Ramadans.

Gerade weil man dem Autor abnimmt, dass er ehrlich daran interessiert ist, dass Integration gelingt, sind seine Warnhinweise und Forderungen am Ende des Buchs besonders ernst zu nehmen.

Heinz-Peter Meidinger

Gewalt an Schulen – modisches Medienthema oder reales Problem?

von Heinz-Peter Meidinger

In den letzten Wochen und Monaten hat – ausgelöst durch eine Messerattacke auf eine Grundschullehrkraft durch einen SchĂĽler sowie Fälle religiösen Mobbings – das Thema „Gewalt an deutschen Schulen“ in der bundesdeutschen Medienlandschaft Hochkonjunktur gehabt.

Schwierig gestaltet sich eine sachliche Analyse der Thematik allerdings schon deshalb, weil dabei eine Reihe teilweise recht unterschiedlicher Sachverhalte munter durcheinander gemischt werden:

Fälle physischer und psychischer Gewaltanwendung zwischen Schülern und Schülergruppen, das Mitbringen gefährlicher Gegenstände in Schulen, Aggressivität gegenüber Lehrkräften, Integrationskonflikte,

Cybermobbing sowie Antisemitismusvorfälle und religiöses Mobbing.

GroĂźe Aufmerksamkeit erregte zudem die Tatsache, dass an einigen Schulen nicht nur in sozialen Brennpunkten inzwischen eigene private Wachdienste eingesetzt werden.

Anstieg der Gewaltvorfälle an Schulen

Als ich als deshalb vor wenigen Wochen als Präsident des Deutschen Lehrerverbands in einem Interview für die BILD-Zeitung darauf hinwies, dass insbesondere an Schulen mit einer ungünstigen sozialen Zusammensetzung der Schülerschaft sowie einem hohen Migrationsanteil amerikanische Zustände drohten, wenn nicht gegengesteuert würde, gab es zunächst einmal Abwiegelungsversuche.

Christian Pfeiffer, der ehemalige niedersächsische SPD-Justizminister, hielt im Öffentlichen Fernsehen mit dem Argument dagegen, dass Fälle statistisch erfasster Gewaltvorfälle an Schulen seit Jahrzehnten rückläufig seien.

Verschwiegen hat er dabei allerdings zweierlei:

  1. Es gibt gar keine aktuellen bundesweiten Erhebungen, die eine klare Auskunft darĂĽber geben könnten, weil es – und das betrifft auch Fälle religiösen Mobbings – dazu keine bundesweite Meldepflicht gibt. Es gibt zwar fĂĽr bestimmte Vorfälle Statistiken in den Bundesländern, aber die sind lĂĽckenhaft und werden nach sehr differierenden Kriterien erstellt.
  2. Für die Länder, wo es aktuelle Zahlen gibt, zeichnet sich allerdings seit zwei Jahren eine deutliche Trendwende ab. Alles deutet darauf hin, dass Gewaltvorfälle an Schulen nach Jahrzehnten des Rückgangs nunmehr wieder deutlich ansteigen.

Während die Zahl angezeigter Gewalttäter zuvor stets zurückgegangen war, stieg sie nunmehr allein an bayerischen Schulen von 2015 bis 2017 um fast 20 Prozent an. Ähnlich die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen und Berlin, für die ebenfalls ganz aktuelle Zahlen vorliegen. Laut polizeilicher Kriminalstatistik stieg die Zahl der Straftaten an Schulen in NRW von 25596 (2015) auf 27541 (2017). Gleich nach Diebstahldelikten folgen dabei Körperverletzungen (plus 15 Prozent) und Sachbeschädigungen. Vergleichbar die Entwicklung in Berlin: Dort konzentriert sich die Mehrzahl der Gewalttaten auf wenige Problembezirke wie Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Lichtenberg und dort wiederum auf Schulen mit einer extrem einseitigen Schülerzusammensetzung und einem übergroßen Migrationsanteil.

Zwei Vorfälle standen in den letzten Wochen besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Die Messerattacke auf eine Lehrerin in Baden-Württemberg und das Mobbing eines jüdischen Kindes durch muslimische Jugendliche. Auch wenn beides Extrembeispiele sein mögen, Einzelfälle sind es nicht. In Niedersachsen hat eine Schülerbefragung ergeben, dass rund 10 Prozent der Schüler öfter Messer in die Schule mitbringen. Auch wenn dahinter meist keine konkreten Aggressionsabsichten stehen, erhöht sich dadurch die Gefahr der Eskalation von Konflikten um ein Vielfaches. Auch die Zahl der Attacken mit den inzwischen in Supermärkten leicht erwerbbaren Pfefferspraydosen hat 2017 signifikant zugenommen.

Mit Sicherheit besteht noch kein Anlass für Eltern, sich Sorgen zu machen, wenn man am Morgen sein Kind zur Schule schickt. Angesichts von 40 000 Schulen in Deutschland sind die Gewaltvorfälle im internationalen Vergleich noch relativ gering.

Es gilt aber auch hier, so wie generell, den Anfängen von Anfang an konsequent zu wehren.

Es besteht Handlungsbedarf

Dazu gehört aus Sicht des Deutschen Lehrerverbands, zum einen endlich eine bundesweit einheitliche Meldepflicht für Vorfälle psychischer und physischer Gewalt einzuführen, zweitens von Seiten der Politik besonders betroffenen Schulen mehr personelle Unterstützung zur Verfügung zu stellen, also z.B. Sozialarbeiter und Psychologen, drittens solche Vorfälle aus falsch verstandener Angst um den Ruf der Schule nicht unter den Teppich zu kehren und den Opfern, seien es Schüler oder Lehrkräfte, mit allen Kräften zu helfen, viertens mehr Sanktionsmöglichkeiten in Bezug auf die Täter zu schaffen und diese auch konsequent anzuwenden und schließlich auch dem Thema Gewaltprävention sowohl schulintern als auch bei Fortbildungen einen deutlich höheren Stellenwert einzuräumen.

Klar ist aber auch: Schule ist Spiegelbild der Gesellschaft und beim Thema Gewalt spiegeln sich Integrationsdefizite, soziale Schieflagen, die Segregation sozialer und ethnischer Gruppen und ungelöste gesellschaftliche Konflikte an Schulen. Schule ist gefordert,- ohne Unterstützung der Politik ist sie aber letztlich machtlos.

Noch sind wir von amerikanischen Verhältnissen weit entfernt, wo Schulen mit Sicherheitsschleusen, eigenem Wachpersonal, elektrischen Zäunen und regelmäßigen Schultaschenkontrollen zum Teil zu Hochsicherheitstrakten umgebaut wurden. Wenn wir aber nicht wollen, dass diese Zustände näher rücken, besteht akuter Handlungsbedarf.