Deutscher Lehrerverband zu gendersensibler Sprache

Der Deutsche Lehrerverband fordert die Verwendung einer respektvollen Sprache, die gleichzeitig gendersensibel ist. Dazu gehören Formulierungen wie „Lehrkräfte“, „Kinder und Jugendliche“, „Heranwachsende“, „Schülerinnen und Schüler“, „Mitglieder der Schulleitung“ und „Sekretariatsteam“. Wir verwenden keine Gendersternchen, Gendergaps oder Binnen-I. Dies ist eine Frage der korrekten Orthografie und Grammatik. Außerdem basiert die vermeintliche Notwendigkeit solcher Sonderzeichen auf einer binären Sichtweise der Menschen, auch in Fällen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt.

Als Lehrkräfte orientieren wir uns dabei am Beschluss des Rates für deutsche Rechtschreibung. Dieser ist die maßgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung und gibt das amtliche Regelwerk für die deutsche Rechtschreibung heraus.

Die Festlegung der Bayerischen Staatsregierung basiert ebenfalls auf den Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung und gilt für den gesamten dienstlichen Schriftverkehr, einschließlich Elternbriefe, Arbeitsblätter und Angaben für Leistungsnachweise. Sie gilt jedoch nicht für die Lernenden, die jedoch dazu angehalten werden, eine korrekte und stilistisch gewandte Ausdrucksweise zu verwenden. Jugendliche können sich also anders ausdrücken, aber Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit und stilistische Grundsätze werden bemängelt.

Für den gesamten amtlichen Sprachgebrauch gilt weiterhin, dass deutlich gemacht werden soll, dass alle Menschen gemeint sind und nicht nur bestimmte Gruppen. Missverständliche Formulierungen sollten daher vermieden werden. Es geht um respektvolle Formulierungen, die gleichzeitig gendersensibel sind, ohne dies explizit zu kennzeichnen. Das Gendersternchen kann schließlich auch als ausgrenzend verstanden werden.

Der Beschluss des Rates für deutsche Rechtschreibung zu geschlechtergerechter Sprache vom Dezember 2023 kann unter diesem Link nachgelesen werden.