Stefan Düll als Präsident des Deutschen Lehrerverbands bestätigt

Fachtagung und Bundeshauptausschuss-Sitzung beim Deutschen Lehrerverband

Der Bundeshauptausschuss des Deutschen Lehrerverbandes

Der Bundeshauptausschuss des Deutschen Lehrerverbands (DL) hat heute in Berlin seinen Präsidenten Stefan Düll einstimmig im Amt bestätigt. Düll steht damit weiterhin an der Spitze des Dachverbands mit seinen Mitgliedern Deutscher Philologenverband DPhV, Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung BvLB, Bundesverband Reale Bildung BVRB und Katholische Erziehergemeinschaft KEG. Ebenfalls wiedergewählt wurde der Schatzmeister des Verbandes, Dominik Berdin.

Stefan Düll dankte den Delegierten für das Vertrauen: „Ich freue mich über die breite Unterstützung und sehe dies als Auftrag, die Anliegen der Lehrkräfte in Deutschland weiterhin mit Nachdruck zu vertreten. Schule steht vor großen Herausforderungen – von der Digitalisierung bis zur Lehrkräftegewinnung. Dafür braucht es eine starke Stimme.“

Der Deutsche Lehrerverband setzt sich insbesondere für bessere Rahmenbedingungen im Schulbereich, die Stärkung der Lehrkräfte sowie für eine zeitgemäße Bildungspolitik ein.

Digitalisierung der Schule im Fokus

Bereits am Vortag des Bundeshauptausschusses hatte sich der Deutsche Lehrerverband im Rahmen einer Tagung intensiv mit den Perspektiven der digitalen Transformation im Bildungsbereich befasst. Unter dem Titel „Schule in der digitalen Welt – Potenziale und Perspektiven“ diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Projektpraxis und Schule zentrale Fragen rund um Künstliche Intelligenz, Medienbildung und innovative Lernformate.

DL-Präsidiumsmitglieder und weitere Tagungsteilnehmer von links nach rechts: BvLB-Bundesvorsitzender Jörg Riemer, DL-Vize-Präsidentin Susanne Lin-Klitzing (DPhV-Bundesvorsitzende), Referent und Autor Florian Nuxoll, DL-Vize-Präsidentin Gerlinde Kohl (KEG-Bundesvorsitz), DL-Vize-Präsident Pascal Koch (ebenfalls BvLB-Bundesvorsitz), DL-Schatzmeister Dominik Berdin, DL-Präsident Stefan Düll.

In seiner Eröffnung hob DL-Präsident Stefan Düll die wachsende Bedeutung digitaler Kompetenzen für Lehrkräfte ebenso für Kinder und Jugendliche hervor: Schulen müssten befähigt werden, digitale Entwicklungen aktiv zu gestalten und pädagogisch sinnvoll zu nutzen. Impulse aus Wissenschaft und aus der Praxis – unter anderem zur Rolle von KI im Unterricht durch den Experten Florian Nuxoll sowie zu Lernkonzepten wie „#DigitalSchoolStory“ – verdeutlichten die Chancen, aber auch die Herausforderungen der digitalen Transformation.

Der Deutsche Lehrerverband wird die auf dieser Tagung gewonnenen Erkenntnisse in seine weitere Arbeit einfließen lassen und sich weiterhin dafür einsetzen, dass Digitalisierung in Schulen pädagogisch fundiert, nachhaltig und mit den notwendigen Ressourcen umgesetzt wird.

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Für Stellungnahmen erreichen Sie DL-Präsident Stefan Düll über presse@lehrerverband.de bzw. über

0151-10 92 68 48.

Für den Inhalt verantwortlich: Geschäftsstelle Deutscher Lehrerverband – Anne Schirrmacher

Bundeshauptausschuss des Deutschen Lehrerverbands – Heinz-Peter Meidinger einstimmig als Präsident des Deutschen Lehrerverbands bestätigt

DL fordert schnelles Internet für alle Schulen und klare einheitliche Standards für den Infektionsschutz

Mit überwältigender Mehrheit ist der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, auf der Bundeshauptausschuss-Sitzung des Dachverbandes von den Delegierten für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Ebenso wurde der Schatzmeister des DL, Dominik Berdin, mit über 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Als Vizepräsidenten fungieren die Vorsitzenden der Mitgliedsverbände Prof. Susanne Lin-Klitzing (DPhV), Joachim Maiß sowie Wolfgang Lambl (BvLB), Jürgen Böhm (VDR) und Gerlinde Kohl (KEG). Meidinger führt den Verband ehrenamtlich und leitete bis zum 01.08.2020 das Robert-Koch-Gymnasium in Deggendorf.

Außerdem verabschiedeten die Delegierten einstimmig eine aktualisierte Fassung des 10-Punkte-Plans des Deutschen Lehrerverbands, der die Anforderungen und die Zielvorstellungen für einen wirksamen und zukunftsorientierten Unterricht während und nach Corona formuliert. Der DL fordert einen digital unterstützten Präsenzunterricht, für dessen Verwirklichung allerdings noch einige Voraussetzungen fehlen.

Im Nachgang der Wahl begrüßte der neugewählte Vorsitzende die Ergebnisse des gestrigen Bildungsgipfels, auch wenn dabei wenig Neues herausgekommen sei. Meidinger betonte: „Es ist begrüßenswert, dass jetzt mehr Klarheit herrscht hinsichtlich der schnellen Finanzierung der zugesagten Dienst-Laptops für alle Lehrkräfte. Mehr Tempo erwarten wir uns bei der Ausstattung aller deutschen Schulen mit schnellen Internetzugängen, eine Grundvoraussetzung für die Digitalisierung in Schulen. Die Umsetzung vor Ort – die Mittel des Digitalpakts sind ja schon bereitgestellt – muss deutlich beschleunigt werden. Wir brauchen diese Glasfaser- und Breitbandanschlüsse jetzt sofort und nicht erst in einem Jahr.“

Sinnvoll sei auch, so der wiedergewählte Verbandschef, dass die Teilnehmer des Bildungsgipfels endlich die Schaffung einer bundesweiten Bildungs- und Lernplattform sowie die Einrichtung digitaler Kompetenzzentren anstreben, um die Schulen vor Ort bei diesem Umstrukturierungsprozess zu unterstützen.

Klar sei aber auch, so Meidinger, dass durch Digitalisierung allein kein besserer Unterricht entstehe, entscheidend für Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern sei nach wie vor die pädagogisch-fachdidaktische Kompetenz der einzelnen Lehrkraft.

Mit Blick auf die morgige Expertentagung der Kultusministerkonferenz forderte der DL-Präsident, dass man sich endlich auf einheitliche Stufenpläne zum Hygieneschutz in allen Bundesländern verständige. Außerdem reiche der Aufruf an die Schulen, mehr zu lüften, nicht aus. Diese bräuchten auch geeignete technische Unterstützung durch Luftfilteranlagen, CO2-Ampeln und Ventilatoren.

Meidinger betonte abschließend: „Auf Deutschland und damit auch Deutschlands Schulen rollt eine neue Infektionswelle zu. Wenn bei vollgestopften Klassenzimmern der Abstand nicht eingehalten werden kann, brauchen wir effektive kompensatorische Maßnahmen, sollen Schulen nicht zu Infektionshotspots werden. Da gibt es dringenden Handlungsbedarf. Das Schlechteste wäre, wenn wegen eines unkontrollierbaren Infektionsgeschehens an Schulen diese wieder großflächig geschlossen werden müssten. Das gilt es unter allen Umständen zu vermeiden!“

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Für Stellungnahmen erreichen Sie DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger unter 0160 – 52 75 608.

Für den Inhalt verantwortlich: Geschäftsstelle Deutscher Lehrerverband – Anne Schirrmacher