Lehrerverband ruft zu Spenden für die Opfer von Erfurt auf
„Aktive Hilfe wäre ein ermutigender Beweis der Solidarität mit dem Lehrerberuf insgesamt"
Der Deutsche Lehrerverband (DL) hat an die gesamte Bevölkerung appelliert,
aktiv ihr Mitgefühl mit den Opfern von Erfurt und mit deren Hinterbliebenen
zu bekunden. Der Verband bittet dazu um Spenden für die Hinterbliebenen
der 16 Opfer sowie für psychologische Soforthilfe-Maßnahmen für
die Überlebenden und Zeugen des Blutbades vom 26. April.
Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), sieht
in einer entsprechenden Hilfsbereitschaft der Bevölkerung nicht nur
einen Beitrag zur Linderung der Nöte der Hinterbliebenen und der Überlebenden,
sondern auch ein wichtiges Signal für die Lehrer, Schulangestellten
und Polizisten in Deutschland insgesamt. Kraus wörtlich: „Wir Lehrer
sind zutiefst berührt. Viele unserer Kolleginnen und Kolleginnen gehen
gerade jetzt, wo es auf die Abschlussprüfungen zugeht, mit sehr gemischten
Gefühlen in die Schulen; und auch in den Familien unserer 700.000 Lehrer
in Deutschland geht die Sorge um das Wohl der Väter bzw. Mütter
um. Deshalb wäre es ein ermutigender Beweis der Solidarität mit
dem Lehrerberuf insgesamt, wenn möglichst viele Bürger dem Spendenappell
folgten.“
Der DL unterstützt mit seinem Spendenappell die Initiativen der bundesweiten
Opfer-Hilfsorganisation Weißer Ring, der folgendes Spendenkonto eingerichtet
hat:
Weißer Ring, Stichwort: Opferhilfe Erfurt, Konto-Nummer 3333 4444,
Sparkasse Erfurt (BLZ 820 542 22).
Spendenzahlungen unter dem Stichwort "Opferhilfe Erfurt" sind unter Angabe der Konto-Nummer 34 34 34 ebenfalls möglich bei:
Deutsche Bank Mainz (BLZ 550 700 40),
Sparkasse Mainz (BLZ 550 501 20),
Genossenschaftsbank Mainz (BLZ 550 606 11),
Commerzbank Mainz (BLZ 550 400 22),
Postbank Köln, Kto.Nr. 34 34 34-500 (BLZ 370 100 50).
Der Weiße Ring hat allen Betroffenen des Verbrechens von Erfurt unter
anderem unverzüglich praktische Unterstützung durch psychologische
Soforthilfe-Maßnahmen angeboten. Die Akut-Intervention zur Reduzierung
negativer Langzeitfolgen in den ersten Tagen und Wochen sei besonders wichtig,
so der Weiße Ring. Er kann diese wichtige Soforthilfe über erfahrene
Trauma-Therapeuten der HumanProtect Consulting, Köln, leisten, die beispielsweise
im Einsatz waren zum 11. September 2001, beim Flugzeugabsturz in Mailand
oder bei der jüngsten Entführung der Bankangestellten in die Ukraine.
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Für den Inhalt verantwortlich:
Helmut K. Rüster (Weißer Ring), Waltraud Fuchs (Deutscher Lehrerverband)