| DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
Bonn, 13. Juni 2006
Deutscher Lehrerverband:
"Lehrer wollen keine Verlängerung der gemeinsamen Schulzeit"
Der
Deutsche Lehrerverband (DL) hat der von der GEW und vom Dortmunder Institut für
Schulentwicklungsforschung (IFS) verbreiteten „Lehrerumfrage“ vehement widersprochen.
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus
nahm dazu wie folgt Stellung:
„Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr in Zweifel zu
ziehen. Die 1.034 befragten Lehrer können keine repräsentative Stichprobe sein,
denn mit einer so kleinen Stichprobe kann man die nach 16 Bundesländern und
jeweils mindestens fünf verschiedenen Schulformen differenzierte Lehrerschaft
nicht abbilden. Für die 160.000 Lehrer, die im Deutschen Lehrerverband und in
seinen vier Mitgliedsverbänden organisiert sind, gilt: Keine zehn Prozent
dieser Lehrer wollen eine über eine vierjährige Grundschule hinausgehende
gemeinsame Schulzeit aller Schüler.
Die
von der GEW verbreiteten Daten und Interpretationen zeigen einmal mehr, wie
blind die GEW schulpolitisch auf dem linken Auge ist. Sonst müsste sie wissen,
dass alle maßgeblichen innerdeutschen Schulstudien einer verlängerten
gemeinsamen Schulzeit ein vernichtendes Urteil ausstellen. Im übrigen haben die
Wähler einer einheitlichen Beschulung in den letzten Jahren wiederholt eine
Absage erteilt. Der jeweilige Wechsel vor allem der Landesregierungen in
Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen hat ein Schulsystem
bestätigt, das ab der 5. Klasse nach verschiedenen weiterführenden Schulformen
differenziert ist. Insofern ist der Versuch der GEW, mittels Auftragsbefragung
den Ladenhüter Gesamtschule herbeirechnen zu wollen, nichts anderes als
Ausdruck von Hilflosigkeit.“
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Für
den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
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