Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL)
Josef Kraus
hat heute im ARD/ZDF-Morgenmagazin zu Fragen des Übertritts von der
Grundschule
an weiterführende Schulen Stellung genommen. Er hat dabei folgende
Kernaussagen
vertreten:
- Die Entscheidung für eine
bestimmte weiterführende Schule ist keine Entscheidung für ein ganzes
Leben. Das deutsche Bildungswesen ist von größter Vielfalt und
vielerlei Verästelungen geprägt. Es gibt keinen Bildungsabschluss ohne
Bildungsanschluss.
- Die Entscheidung zum Besuch
einer weiterführenden Schule fällt am Ende der 4. Klasse genau zum
richtigen Zeitpunkt. Eine längere Grundschuldauer wäre für die
allermeisten Schüler nicht gut.
- Die Empfehlung der
Grundschullehrer zur weiteren Schullaufbahn ist von großer
Professionalität und Zuverlässigkeit. Insbesondere die Leistungen eines
Grundschülers in den Fächern Deutsch und Mathematik sagen viel über die
weiteren schulischen Perspektiven eines Kindes aus. Eltern sollten sich
intensiv mit den Lehrern ihres Kindes beraten und gegebenenfalls
Beratungslehrer und Schulpsychologen einbeziehen.
- Es gibt in Deutschland rund 50
Wege zu einer Studierberechtigung. Das Gymnasium ist für viele
Elfjährige nicht der geeignete Weg. Rund die Hälfte aller
Studierberechtigten hat überhaupt keinen gymnasialen Abschluss.
- Ein herausragendes Merkmal des
deutschen Bildungswesens ist das berufliche Bildungssystem. Es bietet
beste Qualifikationsmöglichkeiten und berufliche Perspektiven.
- Die gesamte Debatte um den
Übertritt an weiterführende Schulen ist überhitzt. Man sollte sie
tiefer hängen, um Kindern Stress zu ersparen.
Das vollständige
Interview finden Sie auf der Homepage des
ZDF-Morgenmagazins unter diesem Link.
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