Erneut schlechte PISA-Ergebnisse für deutsche Gesamtschule
"Frage nach der Schulstruktur ist nicht überflüssig, sondern eindeutig beantwortet."
"Gesamtschulen schöpfen das Potential ihrer Schüler nicht aus."
Die Integrierte Gesamtschule (IGS) hat
bei PISA 2006 erneut schlecht abgeschnitten. Nach Analyse des Deutschen
Lehrerverbandes (DL) rangiert die IGS trotz einer hinsichtlich Begabung und
Herkunft vergleichbaren Schülerschaft und trotz erheblich besserer
Personalausstattung um rund 50 PISA-Punkte hinter der Realschule. Das ist mehr
als ein Schuljahr.
Lehrerverbandschef Josef Kraus erklärte
dazu:
"Die Integrierte Gesamtschule in
Deutschland stagniert auf niedrigem Niveau. Sie rangiert mindestens ein
Lernjahr hinter der Realschule und rund drei Lernjahre hinter dem Gymnasium.
Dass die Hauptschule noch etwas schwächere Ergebnisse als die IGS hat, ist vor
allem mit ihrer unvergleichlich
schwierigen Schülerklientel zu erklären. Die Aufmerksamkeit der
Schulpolitik sollte deshalb vor allem der Hauptschule gelten, aber nicht
generell der Strukturfrage. Letztere ist eindeutig beantwortet, zumal die
Gesamtschule nicht einmal in der Lage scheint, die Potentiale ihrer
Schülerschaft auszuschöpfen."
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Für den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs
Tabelle
PISA-Ergebnisse
2006 - differenziert
nach Schulformen