Lehrer
fordern 200 Stunden Ökonomie-Unterricht für alle Schüler
Der Lehrerverband begründet seine Forderungen vor allem mit der Feststellung, dass Ökonomie Teil einer jeden Kultur und Zivilisation und insofern ökonomische Grundbildung Teil der Enkulturation und Sozialisation eines jeden Menschen sei. Ökonomisches Wissen und die Fähigkeit, selbstbestimmt in ökonomischen Handlungssituationen agieren zu können, seien zudem Voraussetzung für die Teilhabe eines Menschen an der Gesellschaft. Ökonomische Bildung beinhalte insofern zugleich staatsbürgerliche Grundbildung. Leitziel sei dabei der mündige Staatsbürger als eigenverantwortlicher Wirtschaftsbürger, der in dieser Funktion unterschiedliche Rollen einnehme, wie z. B. die des Arbeitnehmers und Konsumenten.
Bei der Auswahl der Themen
der ökonomischen Grundbildung im allgemein bildenden Schulwesen, so
der DL, müsse größter Wert auf das Wesentliche gelegt und
eine Vorwegnahme von Elementen der beruflichen Bildung vermieden werden.
Verbindlich sollten im Besonderen folgende Inhalte sein: verschiedene Wirtschaftssysteme
und Wirtschaftsordnungen im Vergleich; Prinzipien des Wettbewerbs in der
sozialen Marktwirtschaft; die Bedeutung des Wirtschaftswachstums für
Beschäftigung und Wohlstand; die Bedeutung von Innovationen für
das Wirtschaftswachstum; die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung
von Arbeit und Beruf; die Rolle des Verbrauchers in einer marktwirtschaftlichen
Ordnung; die Bedeutung des Unternehmertums; die Bedeutung von Eigentum
und Kapital; die Bedeutung von ökonomischen Erfolgsgrößen
wie z. B. Gewinn; Standortfaktoren, Strukturwandel, Europäisierung
und Globalisierung; Wandel der beruflichen Anforderungen; Grundzüge
des Steuersystems; kollektive und individuelle Alterssicherungssysteme;
Grundzüge des Geld- und Zahlungsverkehrs.
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Für den Inhalt verantwortlich:
Waltraud Fuchs (DL)
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