| DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
Bonn, 18. September 2007
Deutscher Lehrerverband (DL):
"OECD-Studien werden maßlos überschätzt"
- "Der OECD geht es nur um Quantität und Quote; sie will
die Strukturen und Ansprüche des beruflichen deutschen
Bildungswesens nicht verstehen."
- "Die OECD muss endlich ihre ideologischen Scheuklappen ablegen."
Der Deutsche
Lehrerverband (DL) hat die neue OECD-Studie „Bildung auf einen
Blick" heftig kritisiert. Verbandspräsident Josef Kraus sagte in einer
ersten Stellungnahme:
„Die falschen
Behauptungen und Interpretationen der OECD zum deutschen Bildungswesen werden
maßlos überschätzt und durch jährliche Wiederholungen nicht richtiger. Die
OECD-Verantwortlichen wollen offenbar nicht verstehen, dass sich die Qualität
des deutschen Bildungswesens unter anderem durch eine hochdifferenzierte und
anspruchsvolle berufliche Bildung auszeichnet. Viele dieser beruflichen
Abschlüsse sind niveau- und gehaltvoller also so mancher formale
Hochschulabschluss in anderen OECD-Ländern.
Wenn die OECD meint,
eine simple Erhöhung von Studierquoten bedeute bereits Steigerung der
Wirtschaftskraft und des Wohlstandes, dann missachtet sie die Tatsache, dass
etwa im deutschsprachigen Raum Österreich, die Schweiz sowie die Bundesländer
Bayern und Baden-Württemberg zwar niedrige Studierquoten, aber zugleich die
besten Wirtschaftsdaten haben.
Die OECD und ihre
Vertreter müssen in Sachen Bildung in Deutschland endlich eine Sichtweise ablegen,
die ganz offenbar durch ideologische Scheuklappen eingeengt ist."
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Für den Inhalt
verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
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Straße 8 - 53129 Bonn - Tel. (02 28) 21 12 12 - FAX 21 12
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