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Aus NETZEITUNG.DE vom 9. November 2005
Lehrer fordern verstärkte Anstrengung zur schulischen Integration von Migranten
Falls nicht, müsse «juristisch geprüft werden, ob über Kürzungen des Kindesgeldes sanfter Druck auf die Migrantenfamilien ausgeübt werden kann». Zudem verlangte Kraus so genannte Sprachstandstests vor der Einschulung. Wer diese nicht bestehe, dürfe nicht eingeschult werden.
Kraus betonte mit Blick auf die Unruhen
in Frankreich, dass der Erwerb der deutschen Sprache für Ausländer «das
A und O für ihre berufliche Karriere und damit für die gesamte
gesellschaftliche Integration» sei. Außerdem sei Sprache das
«vernünftigste Mittel», um Konflikte zu lösen, sagte er. «Denn dort, wo
die Sprache versagt, regiert die Faust.»
Vor diesem Hintergrund forderte Kraus die Politik auf, mehr für die Integration von Zuwanderern zu tun. Er schlug die Bildung von «Sprachlerngruppen» mit maximal zehn Migranten vor. In Grund-, Haupt-, und Berufschulen sollten aus Sicht des DL-Präsidenten deutlich mehr Schulstunden für das Fach Deutsch als Fremdsprache eingerichtet werden als bisher.
Kraus sprach von einer «Offensive für die
nächsten fünf Jahre», in denen bis zu 20.000 zusätzliche Lehrer
eingestellt werden müssten, um die sprachliche Integration von
Migranten bewältigen zu können. «Je mehr ein Lehrer Zeit hat für den
einzelnen Schüler, innerhalbwie außerhabl des Unterrichts, desto früher
kann er problematische Entwicklungen erkennen und gegensteuern», sagte
er. Denn wenn einer «gewalttätig» werde, kündige sich das vorher an.
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