DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
Bonn, 16. Februar 2008
Lehrerverband warnt vor "Medienverwahrlosung" von Kindern
"Viele Eltern versagen bei der Medienerziehung"
- "Die Hoffnung, eine Ganztagsschule könne das Problem lösen, ist blauäugig und abwegig."
Die aktuelle Studie "Die Pisa-Verlierer –
Opfer ihres Medienkonsums“ des Kriminologischen Forschungsinstituts
Niedersachsen (KFN) hat auch die Lehrerschaft alarmiert. Josef Kraus, Präsident
des Deutschen Lehrerverbandes (DL), sagte dazu:
"Der exzessive Medienkonsum ist das
Grundübel heutiger kindlicher Entwicklung. Die vermeintlich schöne neue
Medienwelt wird mehr und mehr zur Medienfalle, in der die intellektuelle,
sprachliche, soziale und emotionale Entwicklung vieler Kinder hängen bleibt.
Vielfach hat dies einen ausgesprochenen Verdummungs- und Verwahrlosungseffekt.
Leider aber versagen hier viele
Eltern, indem sie selbst ein miserables Vorbild an Medienkonsum abgeben oder
aber die Kinder auch nach vier Stunden nicht vom Fernseher, vom
Computerspiel oder aus dem Internet-Chat wegholen. In den Familien also laufen
die Prägungen falsch. Insofern ist der Vorschlag des KFN-Leiters Christian
Pfeiffer, mit Ganztagsschulen könne man des Problems Herr werden, blauäugig und
abwegig. Lehrer wissen aus Recherchen des Internet-Chats, dass sich dort oft
bis spät in die Nacht hinein sogar Zehn- und Zwölfjährige tummeln.“
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Für
den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
| Deutscher Lehrerverband (DL) - Burbacher
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