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AKTUELL |
ddp-Meldung vom 31. Januar 2010
Lehrerverband fordert Auflagen für Imam-Ausbildung
Der Deutsche Lehrerverband (DL) knüpft die vom
Wissenschaftsrat dem Bund und den Ländern empfohlene Ausbildung islamischer
Religionslehrer an Bedingungen.
„Die Maßnahmen, die der
Wissenschaftsrat vorschlägt, können die intensive Auseinandersetzung mit dem
Islam und die Frage der Vereinbarkeit des Islam mit Demokratie, Rechtsstaat,
Bürger- und Menschenrechten nicht ersetzen“, sagte DL-Präsident Josef Kraus am
Sonntag dem „Handelsblatt Online“.
Dies sei „notwendig und überfällig“. Nur unter dieser Voraussetzung und
„unter eindeutigen Auflagen“ sei er bereit, die Ausbildung islamischer
Religionslehrer zu unterstützen.
Fünf Bedingungen:
Der Lehrerverbands-Präsident nannte fünf Bedingungen für die Ausbildung von
Imamen. So müssten die Studieninhalte und Studienordnungen nicht nur transparent
sein, es müsse auch eine „unbedingte Vereinbarkeit“ mit Demokratie, Rechtsstaat,
Bürger- und Menschenrechten gewährleistet sein.
Das Studium und die Abschlussprüfungen müssten zudem im Wesentlichen in
deutscher Sprache erfolgen. Ebenso müsse der spätere Unterricht in deutscher
Sprache abgehalten werden. Von den Islamlehrern erwartet Kraus überdies ein
eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz. Der islamische Religionsunterricht müsse
zudem wie das gesamte Schulwesen unter Aufsicht des Staates stehen.
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