| DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
Bonn, 29. September 2006
Heftige Kritik der Lehrer an Identitäts-Nummer für Schüler
- "Warnung vor 'Big-Brother-Schule'"
- "Es liegen genügend Daten vor; trotzdem versagt die Personalplanung der Kultusminister"
Die Absicht der Kultusministerkonferenz (KMK), allen Schülern eine
bundesweit lesbare Identitäts-Nummer mit Daten über deren
soziale Herkunft und Bildungserfolg zu geben, ist beim Deutschen
Lehrerverband (DL) auf heftigen Widerspruch gestoßen. Verbandpräsident Josef Kraus nahm dazu wie folgt Stellung:
"Das ist der Einstieg in die Orwell'sche Big-Brother-Schule. Dem
Missbrauch eines solchen Bildungsregisters, auch dem ideologisch
motivierten Missbrauch, ist damit Tür und Tor geöffnet. Zudem
sind die Vorstellungen vom praktischen Nutzen solcher Daten höchst
illusionär. Dass die Kultusminister trotz verlässlichster
vorliegender Zahlen nicht in der Lage sind, Sicherheit in die Planung
des Bildungsangebots und der Personalversorgung hineinzubringen, zeigt
das Ärgernis um die defizitäre Lehrerversorgung. Hier
hätte man alle entscheidenden Bedingungen des Personalbedarfs
wissen können, aber man hat sie nicht richtig gedeutet und nicht in
entsprechendes politisches Handeln umgesetzt."
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Für
den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
| Deutscher Lehrerverband (DL) - Burbacher
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