DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
Bonn, 14. April 2008
Deutscher Lehrerverband (DL):
"Hamburg und Berlin richten sich am Ende der Bildungsliga ein"
- "Bürgermeister von Beust scheint die Tiefe der Elbe wichtiger zu sein als die Höhe des Bildungsniveaus"
Der
Deutsche Lehrerverband (DL) hat die jüngsten schulpolitischen Entscheidungen
Hamburgs und Berlins heftig kritisiert. In Hamburg wird es entsprechend der
CDU/GAL-Koalitionsvereinbarung eine sechs- bzw. siebenjährige Grundschule und
in Berlin eine Schule bis in die 8. Klasse hinauf ohne Noten und Zeugnisse
geben.
Lehrerverbandspräsident
Josef Kraus erklärte dazu:
„Die
beiden größten Städte rangieren in Sachen Schulleistung seit vielen Jahren zusammen
mit Bremen am Ende der deutschen Bildungsliga. Jetzt werden sie noch weiter
zurückfallen. Die aktuellen Entscheidungen und Festlegungen in Hamburg und
Berlin sind damit ein Betrug an den Kindern und speziell in Hamburg auch ein
Betrug an den Wählern.
In Berlin wird das
Leistungsprinzip für zwei Drittel der Schullaufbahn eines Heranwachsenden außer
Kraft gesetzt, und in Hamburg verkommt das Gymnasium als bislang
leistungsfähigste Schule zu einem Torso, dem binnen kurzer Zeit drei Jahre amputiert
wurden – zunächst durch die Verkürzung zum sogenannten G8 und jetzt durch die
Verlängerung der Grundschule. Eine solche Politik ignoriert alle – auch aktuell
wissenschaftlich bestätigten – Erfahrungen, dass eine verlängerte Grundschule
die Kinder in ihrer Entwicklung bremst.
Was
speziell Hamburg betrifft, ist auch bezeichnend, dass einem
Bürgermeister von Beust offenbar die Tiefe der Elbe wichtiger ist
als die
Höhe der Bildungsniveaus.“
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Für
den Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
| Deutscher Lehrerverband (DL) - Burbacher
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