3. Februar 2008
Lehrerverband zur
Hausaufgaben-Studie der TU Dresden
„Hausaufgaben haben sehr wohl einen
Sinn“
Die aktuelle Studie der TU Dresden
und deren Kernaussage, dass Hausaufgaben für die Schüler nichts bringen würden,
kommentierte Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), wie
folgt:
„Hausaufgaben sind sehr wohl
sinnvoll und ein wichtiger Bestandteil schulischen Lernens. Natürlich haben gute
Schüler etwas weniger davon, weil sie den Stoff bereits im Unterricht erfasst
und verstanden haben. Für schwächere Schüler aber sind Hausaufgaben
unerlässlich, nämlich als Chance zum nachträglichen Verstehen und zum Einüben.
Hausaufgaben haben zudem den Zweck, dass Schüler ein eigenständiges und
eigenverantwortliches Arbeiten lernen. Und den Lehrern zeigen die Hausaufgaben,
was Schüler verstanden haben, was sie gegebenenfalls nicht verstanden
haben und wo noch unterrichtlicher Klärungsbedarf besteht. Hausaufgaben müssen
freilich richtig geplant und erledigt werden. Wenn die Hausaufgaben im
wesentlichen von den Eltern gemacht, zwischen Abendessen und Zu-Bett-Gehen
gequetscht oder im Schulbus abgeschrieben werden, dann allerdings bringen sie
wenig.“