DL sieht Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen in
Schulen sehr kritisch
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
(DL), Josef Kraus, hat den Vorschlag der Koalition zurückgewiesen,
demzufolge Langzeitarbeitslose im Zuge von Hartz IV an Schulen beschäftigt
werden sollen.
Im Gespräch mit dem "Tagesspiegel" (Berlin,
Ausgabe vom 11. Juli 2004) sagte Kraus: "Die Schulen dürfen nicht
zum Versuchsfeld für die Hartz-Reform werden. Das liefe auf eine fortschreitende
Entprofessionalisierung im Bildungsbereich hinaus. Ich habe zwar Verständnis
dafür, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um diese
Menschen wieder in Arbeit zu bringen, aber bitte nicht auf Kosten von Kindern
und Eltern. Das Betätigungsfeld für Arbeitslosengeld-II-Empfänger
in Schulen ist ansonsten sehr eingeschränkt. Sie könnten allenfalls
Hausmeistertätigkeiten oder Arbeiten in den Außenanlagen übernehmen.
Für die Betreuung von Kindern sind sie aber kaum qualifiziert."