Lehrerverband zur Schulpolitik in Hamburg und im Saarland:
"CDU ist schulpolitisch immer weniger erkennbar"
- "Wer vereinheitlichte Schule will, wählt das Original, nicht das Imitat CDU."
Mit
Unverständnis hat der Deutsche Lehrerverband (DL) auf die jüngsten schulpolitischen
Entscheidungen bzw. Absichten der CDU-geführten Landesregierungen in Hamburg
und demnächst im Saarland reagiert.
Wörtlich
sagte DL-Präsident Josef Kraus:
„Die
CDU Hamburgs hat sich aus der Schulpolitik restlos verabschiedet und diese den
Träumen der Koalitionspartners GAL überantwortet. Das Ergebnis wird sein, dass
es sich Hamburg bei zukünftigen Schulleistungsstudien endgültig am Ende der
Tabelle bequem machen kann. Was Hamburg mit einer Kappung des Gymnasiums von
insgesamt neun auf sechs Jahre veranstaltet, ist die Zerschlagung der in
Hamburg letzten noch halbwegs tüchtigen Schulform und die Nachahmung eines
anderen PISA-Verlierers, nämlich Berlins.
Davon
unbeeindruckt, begibt sich das Saarland unter CDU-Führung jetzt mit einer
Verlängerung der Grundschule und einer Amputation des Zugpferdes Gymnasium um
zwei Schuljahre ebenfalls auf diesen Weg. Das Saarland wird sich damit auch als
Standort am hinteren Tabellenende einrichten können.
Insgesamt
scheint die CDU nach ihrem miserablen Wahlergebnis vom 27. September immer noch
nicht erkannt zu haben, dass man mit Profillosigkeit und mit einer
Sozialdemokratisierung der eigenen Politik keine Wähler mobilisiert. Wer
vereinheitlichte Schule will, wählt linke Originale, nicht das Imitat CDU.“
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Für den Inhalt
verantwortlich: Waltraud Fuchs (DL)
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