DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) - AKTUELL

AFP-Meldung vom 17. November 2008

Präsident des Lehrerverbands fordert Gelassenheit bei PISA


Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hat mehr Gelassenheit im Umgang mit der PISA-Schulstudie gefordert. Deutschland sollte mit den Ergebnissen so gelassen wie andere Länder umgehen, sagte Kraus. Die Untersuchung liefere einen "interessanten diagnostischen Ausschnitt". Allerdings meinten viele, dass PISA die gesamte Bildung messe. Negativ sei auch, dass die Studie "ideologisiert" interpretiert werde, sagte Kraus.

Die Ergebnisse eines Vergleichs der Bundesländer im Rahmen der internationalen Untersuchung sollen am Dienstag vorgelegt werden. Das laut einem "Spiegel"-Bericht gute Abschneiden Sachsens und Thüringens in Naturwissenschaften als Schwerpunkt der aktuellen Studie führte Kraus vor allem auf "erheblich kleinere Klassen" in Ostdeutschland zurück. Grund dafür sei ein dramatischer Geburtenrückgang. Zudem setze sich ein bisschen die DDR-Tradition im Bereich Naturwissenschaften fort.



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