Ja, es gibt
sie, die Deutschenfeindlichkeit an deutschen Schulen mit hohem Migrantenanteil.
Es gibt sie seit Jahren. Weil aber, frei nach Christian Morgenstern, nicht sein
kann, was nicht sein darf, wurde darüber bislang aktiv geschwiegen. Es bedurfte
der Thesen eines Thilo Sarrazin und eines Buches der mittlerweile verstorbenen
Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, damit dieses dunkle Kapitel deutscher
Schulwirklichkeit das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Aus Sorge, man könnte
als „xenophob“, zumindest als islamophob“ gelten, verdrängte man, was an vielen
Schulen Alltag ist: dass Lehrerinnen von muslimischen Schülern als „Schlampen“
attackiert werden; dass deutsche Schüler von eben solchen Schülern gepiesackt,
als „Schweinefresser“, „Scheißdeutsche“ oder „Nazis“ apostrophiert werden; dass
sich deutsche Schülerinnen und Schüler nicht auf den Pausenhof zu gehen trauen.
Einzelfälle? Typische Minderheitenreaktion? Keineswegs! Der vor lauter
politischer Korrektheit ins Spätabendprogramm verbannte, hoch realistische
ZDF-Film „Kampf im Klassenzimmer“; die Klagen vieler Lehrer in
Ballungsgebieten; die Diagnosen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Horst Buschkowsky;
der Alarmruf der Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft; die Studien
des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen etc. sprechen eine
andere Sprache. Deutschenhass auf deutschen Schulhöfen – das sind keine
Einzelfälle. Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit, aktuell alles kräftig
schönredend, war vor vier Jahren ehrlicher. Damals bekannte er, dass er – hätte
er Kinder – sie nicht auf eine Schule in Kreuzberg oder Neukölln schicken
würde. Die Gewalt muslimischer Schüler gegen Deutsche kann auch nicht als
ohnmächtig-aggressives Handeln einer ethnischen, sozial benachteiligten
Minderheit abgetan werden. Warum sind dann Zuwandererkinder aus europäischen
Ländern oder aus Vietnam kaum auffällig? Wenn zudem beschwichtigend gesagt wird,
es fehle angesichts der Zustände auf Schulhöfen an interkultureller Kompetenz
der Lehrer, dann ist das Ausdruck abgehobener Multi-Kulti-Romantik. Nein!
Dieser Deutschenhass vieler türkischer und arabischer Jugendlicher ist erstens
das Ergebnis einer Laissez-faire-Zuwanderungspolitik. Und es ist dies zweitens
Ergebnis eines nicht selten auch von bestimmten Moscheevereinen vermittelten
kulturellen Dominanzanspruches, der sich am Ende auf dem Schulhof als virile
Machokultur auslebt. Hier ist mit Pädagogik manches zu machen, aber noch mehr
ist der Rechtsstaat gefordert.
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