DEUTSCHER
LEHRERVERBAND (DL) -
PRESSEERKLÄRUNG
12.
November 2010
Diskussion um den Beamtenstatus
von Lehrern
Lehrerverband
widerspricht Seehofer
Auf heftigen
Widerspruch sind die Überlegungen des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst
Seehofer, Lehrern zukünftig den Beamtenstatus zu verweigern, beim
Deutschen
Lehrerverband (DL) gestoßen. Verbandspräsident Josef Kraus sagte dazu
wörtlich:
„Seehofers
Gedankenspielchen mögen ein Versuchsballon oder ernstgemeinte Absicht
sein,
leichtfertig und unbegründet sind sie allemal. Schließlich gibt es
gewichtige
Gründe für einen Beamtenstatus der Lehrer.
Erstens garantiert
der Beamtenstatus der
Lehrer das Bildungsrecht der Schüler. Denn ein Beamtenstatus geht
einher mit
einem Streikverbot für Lehrer. Damit wird verhindert, dass durch
streikende
Lehrer – wie dies in vielen Ländern der Welt der Fall ist – regelmäßig
wochenlang
Unterricht ausfällt.
Zweitens: Lehrer
greifen mit ihren
schulrechtlichen Entscheidungen in Grundrechte ein, indem sie etwa
Schülern
aufgrund der gezeigten schulischen Leistungen Abschlüsse zuerkennen
oder
verweigern. Das ist nicht nur staatliche Leistungsverwaltung, sondern
staatliche Eingriffsverwaltung, die in die Hand von verbeamteten
Hoheitsträgern
gehört.
Drittens
gewährleistet der Beamtenstatus der
Lehrer deren politische und weltanschauliche Unabhängigkeit.
Viertens sind
angestellte Lehrer keineswegs
preiswerter. Im Gegenteil: Mehrere Studien der letzten beiden
Jahrzehnte haben
nachgewiesen, dass beamtete Lehrer ihre Dienstherren weniger Geld
kosten.“
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Für den
Inhalt verantwortlich: Waltraud Fuchs
(DL)
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