DEUTSCHER LEHRERVERBAND (DL) - AKTUELL

VERANSTALTUNGSHINWEIS: 16.06.2011

Schüler auf den Spuren einer gescheiterten Revolution

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 im Blick der jungen Generation


Donnerstag, 16. Juni 2011 | 19 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5 | 10117 Berlin

Der blutig niedergeschlagene Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR gehört zu den Schlüsselereignissen der Nachkriegszeit. Die Massendemonstrationen für freie Wahlen und Demokratie, verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen und die Deutsche Einheit sind ein Beispiel für Mut und Zivilcourage im geteilten Deutschland. Wie sehen die nach 1990 geborenen Schülerinnen und Schüler dieses außergewöhnliche Ereignis der deutschen Demokratie- und Freiheitsgeschichte? Aus welchen Motiven beteiligten sich Bürgerinnen und Bürger der DDR an dem Aufstand? Welche Bedeutung besitzt ihr damaliges Handeln für die heutige Zeit? Auf welche Weise lassen sich junge Leute für das Thema sensibilisieren? Welche Rolle spielt der 17. Juni 1953 in schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung und des Portals www.deinegeschichte.de, die zum 58. Jahrestag einer »gescheiterten Revolution« Schülerprojekte zum Volksaufstand vorstellt.

PROGRAMM

Begrüßung
Dr. Anna Kaminsky
Geschäftsführerin Bundesstiftung Aufarbeitung

„Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 als Thema des Schulunterrichts“
Dr. Jens Hüttmann
Referent für schulische Bildungsarbeit, Bundesstiftung Aufarbeitung

Präsentation von Schülerprojekten zum 17. Juni 1953

Podiumsgespräch mit

Oliver Baumann
geboren 1973, ist Projektleiter des interaktiven Bildungsportals DeineGeschichte.de, das Schüler dazu anregt, sich mit dem Thema Demokratie und Diktatur in Deutschland zu beschäftigen.

Klaus Gronau
geboren 1937, forderte als 16-Jähriger gemeinsam mit Tausenden von Menschen auf der Stalinallee Freiheit vom Joch der SED und engagiert sich heute für Schüler im Rahmen des Onlineportals www.zeitzeugenbuero.de.

Josef Kraus
geboren 1949, setzt sich als Präsident des 160.000 Mitglieder starken Deutschen Lehrerverbands dafür ein, dass die deutsche Teilungsgeschichte ein wichtiges Thema im Schulunterricht ist.

Carla Ottmann
geboren 1949, wurde vom MfS wegen Fluchthilfe und Ausreisebegehren verhaftet, verurteilt und nach einem Jahr durch Generalamnestie aus dem Frauengefängnis Hoheneck entlassen. Heute ist sie Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Projektwerkstatt »Lindenstraße 54« e.V. in Potsdam, die Schüler für die Repression des SED-Staats sensibilisiert.

Moderation: Dr. Jens Hüttmann

Donnerstag, 16. Juni 2011, 19 Uhr
Bundesstiftung zur Aufarbeitung de r SED-Diktatur
Kronenstraße 5, 10117 Berlin
U-Bahnhofstation Mohrenstraße oder Stadtmitte
Eintritt frei/Anmeldung nicht erforderlich

Den Veranstaltungsflyer mit allen Informationen finden Sie unter diesem Link.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Material zu den Themen SED-Diktatur und Deutsche Teilung im Unterricht finden Sie auf den Seiten der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur.

www.stiftung-aufarbeitung.de                                     www.deinegeschichte.de




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